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Medizinisches Glossar

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A

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ABDM Ambulant durchgeführte 24-h Blutdruckmessung. Ausgewählt werden sollte ein Tag mit einem möglichst
typischen Tagesablauf. Dabei trägt der Patient 24 Stunden lang ein kleines Blutdruckmessgerät am
Körper, welches in Abständen von 10-15 Minuten den Blutdruck misst und aufzeichnet.
Absorption/absorbieren Etwas aufsaugen.
Abszess Eitergeschwür
ACE-Hemmer

Arzneistoffe, die das ACE (Angiotensin-Conversions-Enzym) hemmen und dadurch den Blutdruck senken. Gelegentliche Nebenwirkungen: Hautausschlag, Husten.

Adams-Stokes-Anfall Lebensbedrohlicher Anfall mit Bewusstlosigkeit durch länger anhaltende verminderte Hirndurchblutung infolge einer Herzrhythmusstörung (Asystolie, extreme Verlangsamung des Herzschlages, Kammerflimmern).
Adenom Geschwulst aus Drüsengewebe. Adenome können Hormone bilden, die blutdrucksteigernd wirken, z.B. Adenome in der Nebennierenrinde.
Adipositas Fettsucht; liegt vor, wenn das Körpergewicht um mehr als 200% über dem Normalgewicht liegt (Normalgewicht = Körperlänge in Zentimetern minus 100). Von Übergewicht spricht man, wenn das Körpergewicht mehr als 10% über dem Normalgewicht liegt. Fettsucht und Übergewicht führen zur Verminderung der Lebenserwartung durch Folgekrankheiten (Bluthochdruck, Diabetes, Gicht). Das Körpergewicht erlaubt nach neueren Untersuchungen allein keine Risikoeinschätzung, das Risiko ist vom Fett-Verteilungstyp abhängig. Eine Fettleibigkeit mit vorwiegend bauchbetontem Fettansatz (sog. androide Fettverteilung) ist häufiger von Hochdruck und Herzerkrankungen begleitet als die oberschenkelbetonte Fettsucht (gynoide Fettverteilung).
Adrenalin Hormon des sympathischen Nervensystems; steigert den Blutdruck und beschleunigt die Herztätigkeit, gehört zu den Katecholaminen.
Aldosteron Hormon der Nebennierenrinde, das durch Einfluss auf die Nierenfunktion Kochsalz und Wasser im Körper zurückhält und dadurch den Blutdruck erhöht.
Aldosteronantagonisten Arzneimittel, die das Aldosteron hemmen und so zur Mehrausscheidung von Wasser und Kochsalz durch die Niere führen.
Aldosteronismus Übermäßige Produktion von Aldosteron in der Nebenniere, z.B. durch ein Nebennierenrinden-Adenom oder bei bilateraler Nebennierenrinden-Hyperplasie. Die Folgen sind Hochdruck und Kaliummangel.
Albumin Wasserlösliches Protein, das in der Leber synthetisiert wird. Albumine regeln den Druck im Gefäßsystem und sind Transportproteine für wasserunlösliche Stoffe wie z.B. Fettsäuren oder -> Vitamine.
Allopurinol Medikament zur Behandlung erhöhter Harnsäure oder der Gicht.
Alphablocker Arzneistoffe, die durch Hemmung der Alpharezeptoren an den glatten Muskelfasern der Gefäßwände zur Gefäßerweiterung führen und damit den Blutdruck senken. Gelegentliche Nebenwirkungen: Herzklopfen.
Alpharezeptor Struktur der Zellwand, die durch Adrenalin und Noradrenalin erregt wird. Erregung der Alpharezeptoren in den Gefäßen führt zur Gefäßverengung und zum Blutdruckanstieg.
Altersdiabetes Zuckerkrankheit, die etwa im 5. Lebensjahrzehnt auftritt und meist zunächst nur mit Tabletten, nach längerer Verlaufszeit aber auch mit Insulin behandelt werden muss. Prinzipiell führt der Altersdiabetes zu denselben Spätschäden wie jeder andere Diabetes mellitus. Er bedarf deswegen schon von Anfang an einer sehr intensiven Behandlung.
Aminosäure Bausteine von Peptiden (zu Ketten verknüpfte Aminosäuren) und -> Proteinen.
Anämie Blutarmut mit Verminderung der roten Blutkörperchen und des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin).
Analgetika Schmerzlindernde Mittel
Anamnese Bericht über die bisherigen Erkrankungen eines Patienten.
Anastomose Angeborene oder erworbene Verbindung von zwei Gefäßen oder zwei Hohlorganen (z.B. zwischen Magen und Dünndarm). Anastomosen werden auch zur Überbrückung von Gefäßverengungen durch Bypässe hergestellt.
Aneurysma Gefäßerweiterung, beispielsweise der Hauptschlagader, siehe auch Aortenaneurysma.
Angina pectoris Engegefühl in der Brust, meistens als Folge einer Verengung und Verkalkung der Herzkranzgefäße. Die Abbildung. zeigt die Häufigkeit der Schmerzausstrahlung bei Angina pectoris. Der Schmerz beginnt meist direkt hinter dem Brustbein (=retrosternal).
Angioplastie Aufdehnung von Blutgefäßen mit Hilfe eines Katheters, an dessen Spitze sich ein aufblasbarer Ballon befindet; wird bei Herzkranzgefäßverengung, aber auch bei Verengung von Arterien in anderen Körpergebieten eingesetzt. Abkürzung PTA = Perkutane Transluminale Angioplastie oder PTCA = Percutane Transluminale Coronare Angioplastie. Neuerdings können Gefäßerweiterungen bei speziellen Problemen auch mit kleinen Bohrgeräten oder Laserstrahlen durchgeführt werden.
Angiotensin-AT1
Rezeptor-Antagonisten
Die Angiotensin-AT1-Rezeptor-Antagonisten sind eine Weiterentwicklung der ACE-Hemmer. Sie haben besonders geringe Nebenwirkungen.
Antibiotika Arzneimittel, die in den Körper gelangte Krankheitserreger (Bakterien) im Wachstum hemmen oder abtöten.
Antihypertonika
(Antihypertensiva)
Blutdrucksenkende Medikamente mit verschiedenen Angriffspunkten im Gehirn, am Herzen, an den Nieren oder den Blutgefäßen.
Antikoagulanzien Arzneimittel, die die Gerinnbarkeit des Blutes herabsetzen und so die Gefahr einer Gerinnselbildung in den Blutgefäßen (Thrombose) oder einer Embolie verringern.
Antikörper Wichtiger Bestandteil des -> Immunsystems, um körperfremdes Material abzuwehren. Antikörper werden nach einem Kontakt des Organismus mit dem Antigen (Infektionserreger, körperfremdes Material) als Antwort des Immunsystems von den -> Lymphozyten gebildet.
Antioxidanzien Substanzen, die im Organismus andere Stoffe vor einer unerwünschten chemischen Reaktion schützen und die Bildung -> freier Radikale verhindern können.
Antiphlogistika Medikamente, die entzündungshemmend wirken.
Anus Auch After genannt. Austrittsöffnung des Darmes.
Aorta Hauptschlagader des Körpers, die aus der linken Herzkammer entspringt und zahlreiche Äste zum Kopf und Gehirn sowie zu den Brustkorb- und Bauchorganen abgibt.
Aortenaneurysma Krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader des Körpers, oft Folge einer langjährigen schlecht oder nicht behandelten Hypertonie. Bei Einriss der Wand (Dissektion) kann es zur Ruptur (Durchbruch) kommen.
Aortendissektion Einriss der Aortenwand (siehe auch: Aortenaneurysma).
Aortenisthmusstenose Verengung der Körperschlagader (Aorta), meist im Bogenteil im Brustkorb; führt bei Kindern zu Bluthochdruck der oberen Körperhälfte; an den Beinen ist der Blutdruck erniedrigt. Die Pulse an den Beinen und Füßen sind beidseits nicht fühlbar.
Aortenklappe Eine der insgesamt 4 Herzklappen, liegt zwischen der linken Herzkammer und der Aorta.
Aortokoronarer Bypass Einpflanzung eines Gefäßstücks, meist einer Vene, zur Überbrückung einer verengten Herzkranzarterie.
Apnoe Atemstillstand infolge von Lähmung des Atemzentrums, z. B. durch Verletzungen des Gehirns oder Vergiftungen.
Apoplexie Schlaganfall. Ursachen: Massenblutung im Hirn durch Einriss einer kleinen Arterie oder - häufiger - Hirnerweichung durch Verschluss eines Hirngefäßes (sog. Hirninfarkt) führt zur Halbseitenlähmung und Sprachstörung, in schweren Fällen auch zu Koma und Tod, wenn es sich um eine Massenblutung handelt.
Appetitzügler Appetithemmende Medikamente, die zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden. Sie haben oft schwerwiegende Nebenwirkungen und dürfen deswegen nur nach ärztlicher Anordnung und für eine begrenzte Zeit eingesetzt werden.
Applikation Verabreichung eines Arzneimittels über Haut oder Schleimhäute (Magen-Darm-Kanal) oder durch Injektion in einen Muskel, eine Vene oder Arterie.
Arcus senilis (corneae) Schmale graue Trübung am Rand der Hornhaut, durch Fetteinlagerung bedingt.
Arrhythmie Unregelmäßigkeit des Herzschlags.
Arterie  = Schlagader. Arterien sind pulsierende, vom Herzen wegführende Blutgefäße, die die Organe des Körpers mit lebensnotwendigem sauerstoffreichem Blut versorgen. Lungenarterien führen sauerstoffärmeres Blut vom Herzen zur Lunge.
Arterielle Embolie Verschleppung eines Blutgerinnsels in einer Arterie. Besonders häufig betroffen sind die Schlagadern der Beine.
Arterielle Verschlusskrankheit Häufige Erkrankung der Arterien mit Verhärtung und Verdickung der Aderwände und dadurch bedingtem Gefäßverschluss. Siehe auch: Arteriosklerose.
Arteriographie Darstellung der arteriellen Blutgefäße durch Einspritzung eines Röntgenkontrastmittels.
Arteriolen Kleine Schlagadern, deren Weite den peripheren Widerstand und damit die Höhe des Blutdrucks bestimmt.
Arteriosklerose Gefäßerkrankung mit Einlagerung von Fett und Kalk in die Gefäßwände, führt allmählich zu einer Einengung der Gefäße und Durchblutungsstörungen.
Arthrose Chronische Gelenkerkrankung, bei der die Gelenke verschleißen.
Asystolie Ausbleiben der Herzkontraktion (Herzstillstand).
Auslassversuch,
kontrollierter
Das Fortlassen eines Arzneimittels unter ärztlicher Kontrolle.
Atopische Dermatitis  -> Neurodermitis.
Autogenes Training Selbstentspannungsmethode nach J. H. Schultz, bei der durch verbale Affirmation (Zustimmung) das Empfinden von Schwere, Kühle, Wärme, Luftströmung u.ä. eingeübt und dadurch eine Entspannung herbeigeführt wird. (--> Autosuggestion).
Autolyse Abbau abgestorbener bzw. absterbender Zellen durch frei gewordene, körpereigene Zellenzyme, zum Beispiel in einer Wunde.
Autosuggestion Autosuggestion ist der Prozess, durch den eine Person ihr Unterbewusstsein trainiert, an etwas zu glauben.
Avitales Gewebe Totes, abgestorbenes Gewebe.
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B

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Bakterien Krankheitserreger, die in den Körper gelangen und Entzündungen hervorrufen.
Ballaststoffe Sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, zum größten Teil unverdauliche Bestandteile von Pflanzen, z.B. Zellulose, Hemizellulose, Pektin u.a. Sie regen durch ihr Volumen die Verdauung an und senken geringfügig den Cholesteringehalt im Blutdruck, wenn sie in größeren Mengen (mehr als 30-40 g pro Tag) zugeführt werden. Nahrungsmittel, die viele Ballaststoffe enthalten, sind: Vollkornprodukte, Gemüse, Reis, Kartoffeln.
Ballondilatation Erweiterung von Gefäßverengungen im Bereich der Herzkranzgefäße, der Extremitätengefäße oder der Nierenarterien durch Kunststoffkatheter, die an der Spitze einen aufblasbaren Ballon tragen. Die Katheter werden in örtlicher Betäubung in eine Arterie, meist in der Leiste, eingeführt.
Beckenbodenelektromyographie Untersuchungsmethode, die vor allem bei neurogenen Ursachen von Inkontinenz eingesetzt wird. Die Elektromyographie misst die elektrischen Potenziale der gestreiften Muskulatur des Harnröhrensphinkters und gibt dem Arzt einen Überblick über die Funktionsfähigkeit der Muskulatur.
Beckenniere Angeborene Fehllagerung der Niere im Becken.
Belastungs-EKG EKG unter körperlicher Belastung, z.B. auf dem Fahrrad oder Laufband; wird bei Verdacht auf Minderdurchblutung des Herzmuskels, zur Leistungsbeurteilung des Herz-Kreislauf-Systems und der Blutdruckreaktion unter Belastung durchgeführt.
Belastungshypertonie Überhöhte Blutdruckwerte unter Belastung. Bei Belastung von 100 W auf dem Fahrrad im Sitzen soll der systolische Blutdruck nicht über 200 mmHg ansteigen.
Belastungsinkontinenz Bei Belastungsinkontinenz verliert der Betroffene unwillkürlich Urin – ohne dass Harndrang besteht –, wenn er lacht, hustet, niest oder schwere Gegenstände hebt. Der Grund: Ist der Druck im Bauchraum größer als der Druck des Blasenverschlussmechanismus, geht unfreiwillig Urin ab, da die Verschlusskraft des Schließmuskelsystems am Harnröhrenausgang herabgesetzt ist. Wegen ihrer anatomischen Besonderheiten leiden vorwiegend Frauen an dieser Form der Inkontinenz. Meist verursacht eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur bei Frauen eine Belastungsinkontinenz; d.h. der Beckenboden kann einem plötzlichen Druck nicht mehr standhalten. Häufiger Auslöser für die Beckenbodenschwäche sind mehrere vaginale Geburten. Außerdem können Verletzungen der Nerven im Beckenboden, eine angeborene zu kurze Harnröhre, eine Fehlbildung der Harnröhre oder in seltenen Fällen eine operative Verletzung des Schließmuskels die Beckenbodenmuskulatur schwächen. Belastungsinkontinenz beim Mann ist fast immer durch eine Verletzung oder ein Trauma bedingt. Jede Operation oder Verletzung im Bereich des Sphinkters kann den Kontinenzmechanismus nachhaltig beeinträchtigen (z.B. eine Prostataoperation). Schweregrade der Belastungsinkontinenz: Grad I Urinverlust beim Husten, Pressen, Niesen, schweren Heben; Grad II beim Gehen, Bewegen und Aufstehen; Grad III bereits im Liegen;
Beta-Blocker Arzneimittel zur Blutdrucksenkung sowie zur Behandlung von Angina pectoris und Nachbehandlung des Herzinfarkts, vermindert die Herzarbeit und verlangsamt die Herztätigkeit. Es gibt verschiedene Betablocker. Allgemeine oder nichtselektive Betablocker greifen überwiegend am Herzen an. Betablocker dürfen nicht bei Asthma und Herzmuskelschwäche angewandt werden.
Betarezeptor Struktur der Zellwand, die durch Adrenalin und Noradrenalin erregt wird. Am Herzen kommt es bei der Erregung der Betarezeptoren zu einer Zunahme der Herzleistung und der Herzschlagfolge mit Pulsanstieg, die Bronchien werden erweitert.
Bierherz Herzerweiterung durch exzessiven Bierkonsum.
Biofeedback-Therapie Mit der Biofeedback-Therapie werden Körperfunktionen mithilfe akustischer oder optischer Signale sicht- oder hörbar gemacht, die ansonsten unbewusst ablaufen. Dadurch lernt der Betroffene die Körperfunktion und ihre Ausprägung bewusst wahrzunehmen.
Biorhythmus Tageszeitliche Schwankungen von Blutdruck, Herzfrequenz, Körpertemperatur, Blutzucker und anderen biologischen Größen; durch den Tag- und Nachtrhythmus bedingt.
Bisswunde Wird durch Tier- oder Menschenbisse hervorgerufen und ist immer infektionsgefährdet. Durch infizierte Tiere kann Tollwut übertragen werden, durch eine Wundinfektion kann Tetanus auftreten.
Blutdruckamplitude Abstand zwischen oberem (systolischem) und unterem (diastolischem) Blutdruck. In der Abbildung beträgt die Blutduckamplitude 120 minus 80 = 40 mm Hg.
Blutdruckmessung Die Blutdruckmessung kann direkt in der Arterie nach Arterienpunktion erfolgen. Allgemein üblich ist die indirekte Blutdruckmessung mit einer aufblasbaren Manschette am Oberarm, die bis über die Höhe des systolischen Blutdrucks aufgepumpt wird und die dort verlaufende Arterie komprimiert (zusammendrückt). Beim Ablassen des Manschettendrucks kann man unterhalb der Manschette über der Arterie das Auftreten und Verschwinden von Gefäßgeräuschen (Gefäßtöne) hören, (=Korotkow-Geräusche). Der Manschettendruck wird mit einem Manometer gemessen, entweder einem Quecksilbermanometer, wobei die Höhe der Quecksilbersäule den Druck in der Manschette angibt, oder mit einem Federmanometer. Neuerdings wird zur indirekten Blutdruckmessung das oszillometrische Blutdruckmessprinzip verwandt. Hierbei werden Druckschwankungen elektronisch gespeichert und mathematisch ausgewertet.
Blutdruckpass Dient zur Eintragung der vom Patient oder Arzt regelmäßig gemessenen Blutdruckwerte und hilft bei Diagnostik und Behandlung der Hypertonie.
Blutfettwerte Menge der im Blut vorkommender Fette. Dieses sind besonders das Cholesterin (LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin), die Triglyceride und evtl. das Lipoprotein (a). Erhöhte Fettwerte können zu Arteriosklerose führen.
Blutgerinnung Die Blutgerinnung ist ein komplizierter Schutzmechanismus des Körpers. Wenn durch Verletzungen Blutungen auftreten, sorgt der Gerinnungsmechanismus dafür, dass der Körper nicht unnötig viel Blut verliert. Das geschieht, indem das flüssige Blut an der verletzten Stelle erstarrt. Ab einem bestimmten Blutverlust ist dieser Mechanismus jedoch außer Kraft gesetzt. Der Körper kann den Blutverlust dann nicht mehr selbst ausgleichen.
Bluthochdruck Ein definitiver (oder stabiler) Bluthochdruck liegt vor, wenn bei drei Messungen an zwei verschiedenen Tagen Blutdruckwerte von oder über 160/95 mmgH gemessen werden. Der Fachausdruck für Bluthochdruck lautet Hypertonie.
Blutkreislauf Blutzirkulation, die von der Pumpaktion des Herzens aufrecht erhalten wird. Dabei presst das linke Herz das Blut durch den Körperkreislauf (Herz, Gehirn, Nieren, Muskulatur, Haut) und das rechte Herz durch den Lungenkreislauf. Dementsprechend ist der Blutdruck im Körperkreislauf wesentlich höher als im Lungenkreislauf.
Blutvergiftung siehe Sepsis.
Blutzucker-Belastungs-Test Messung des Blutzuckers nach Gabe einer größeren Menge von Traubenzucker. Anhand der Blutzuckerwerte kann man erkennen, ob ein ausreichend schneller Abbau des Blutzuckers erfolgt.
Body-Mass-Index (BMI) Eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen im Verhältnis zum Quadrat seiner Größe. Man berechnet den BMI folgendermaßen: Gewicht (kg) / [Größe (m)] ² Ein BMI-Wert zwischen 25,0 und 29,9 gilt als Normalgewicht.
Borreliose Durch Borrelien (Bakterien der Gattung Spirochaetaceae) hervorgerufene Infektionskrankheit.
Bradykardie Verlangsamte Schlagfolge des Herzens, tastbar als langsamer Puls unter 60/Min.
Brandblase Bei starken Verbrennungen oder Verbrühungen bildet die Haut Blasen.
Broca-Index Das Normalgewicht in Kilogramm nach Broca errechnet sich aus Körperlänge minus 100. Der Broca-Index beträgt bei einem 180 cm großen Mann demnach 80 kg. Aus dem Broca-Index kann noch das Idealgewicht errechnet werden, das für Männer minus 10% und für Frauen minus 15% des Normalgewichts nach Broca beträgt.
Bronchitis Akute oder chronische Entzündung der Bronchien (Luftwege unterhalb der Luftröhre).
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C

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Candidose Sammelbegriff für Infektionen durch Pilze der Gattung Candida. Es kann sich um oberflächliche, aber auch invasive Infektionen handeln. -> Pilzinfektion.
Carotis Schlagader am Hals, über die die Versorgung des Gehirns erfolgt; durch sie fließen allein 15% des Herzminutenvolumens.
Cellulitis = Orangenhaut. Cellulitis (auch Zellulitis, Cellulite) ist eine Bindegewebsschwäche. Dabei lagern sich Fettzellen dicht unter der Hautoberfläche ab. Anzeichen einer Cellulitis sind Dellen in der Haut. Cellulitis betrifft überwiegend Frauen.
Chi-Gong aus China überlieferte Körperübungen, die sehr langsam und konzentriert ausgeführt werden. Die Übungen sollen zu neuer Spannkraft, Harmonie und innerer Gelassenheit führen.
Chlamydien In der Zelle vorkommende, kleine Bakterien, die in neuerer Zeit angeschuldigt werden, bei der Entwicklung einer Herzkranzgefäßerkrankung eine Rolle zu spielen.
Cholesterin Lebensnotwendiger, fettähnlicher Stoff, der chemisch von den Fetten völlig verschieden ist (Sterin-Abkömmling), ist in Zellmembranen erhalten und Vorstufe für die Bildung bestimmter Hormone (Aldosteron, Koristol, Sexualhormone)sowie der Gallensäuren. Ein Teil des Cholesterins wird im Körper selbst, vor allem in der Leber, gebildet, ein Teil wird mit der Nahrung aufgenommen. Der Zielwert für das Gesamtcholesterin im Blut liegt bei 240 mg/dl, wenn keine weiteren Risikofaktoren von Herz- und Kreislauferkrankungen vorhanden sind. Im Gesamtcholesterin ist das LDL-Cholesterin enthalten, das der eigentliche Risikofaktor ist und in den Gefäßwänden abgelagert wird (Normalwerte bis 155 mg/dl). Bei Vorliegen eines oder mehrerer Risikofaktoren liegen die Zielwerte für Gesamtcholesterin unter 200 mg/dl und für LDL-Cholesterin unter 135 mg/dl. Im Gesamtcholesterin ist auch das HDL-Cholesterin enthalten, das als gutes Cholesterin bezeichnet wird, da es das schlechte LDL-Cholesterin aus den Gefäßwänden abtransportiert. Der Wert für HDL-Cholesterin im Blut soll bei Männern über 35 mg/dl und bei Frauen über 45 mg/dl liegen.
Chronisch venöse Insuffizienz Krankhafte Veränderung, bei der die Venen mit ihren Klappen nicht mehr in der Lage sind, das sauerstoffarme Blut aus den Beinen zurück zum Herzen zu transportieren. In der Folge kommt es zu Stoffwechselstörungen, Hautveränderungen und bei der schlimmsten Ausprägung zu einem -> Ulcus cruris venosum.
Chronische Wunde Eine chronische Wunde ist eigentlich eine sekundär heilende Wunde, die durch einen Neuaufbau von Gewebe geschlossen werden muss -> Wundheilung. Benötigt dieser Vorgang trotz sachgerechter Therapie mehr als drei bis acht Wochen Zeit, wird die Wunde als chronisch eingestuft. Im Gegensatz zu akuten Wunden entstehen chronische Wunden durch eine gestörte -> Makro- und Mikrozirkulation im Gewebe. Mehrheitlich entwickeln sich chronische Wunden infolge von venösen (-> Ulcus cruris venosum), arteriellen (-> Ulcus cruris arteriosum) oder durch -> Diabetes mellitus bedingten Gefäßschädigungen, lokalen Druckschäden (-> Dekubitus), Strahlenschäden oder Tumoren.
Claudicatio intermittens Zeitweises Auftreten von Schmerzen in den Waden oder den Oberschenkeln nach kurzen Gehstrecken. Ursache ist eine Minderdurchblutung der Beinmuskulatur, meist durch Arteriosklerose. Die Schmerzen lassen gewöhnlich nach einer kurzen Erholungsphase wieder nach.
Clearance Angabe über die Reinigungskraft eines Organs; z.B. besagt die Nieren-Clearance, wieviel Kubikzentimeter Blut pro Minute von der Niere von einem bestimmten Schadstoff (z.B. Kreatinin) gereinigt wird. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Leistungskraft der Niere ziehen.
Clonidin Blutdrucksenkender Stoff, der am Blutdruckzentrum im Gehirn angreift; Nebenwirkungen: Müdigkeit, trockener Mund.
Compliance Bereitschaft zur aktiven Zusammenarbeit mit dem Arzt. Gute Compliance bedeutet Zuverlässigkeit der Medikamenteneinnahme (Einnahmetreue) und Einhalten der ärztlichen Empfehlungen.
Computertomographie Röntgenologisches Schichtaufnahmeverfahren, bei dem der Körper scheibenweise abgetastet und auf einem Fernsehschirm abgebildet wird.
Conn-Syndrom Überproduktion von Aldosteron, einem Hormon der Nebennierenrinde; Ursache: eine Geschwulst oder eine Vergrößerung der Nebennierenrinde; führt zu Bluthochdruck und Kaliummangel im Körper.
Cortisosteroide/Corticoide Hormone, die in der Nebennierenrinde gebildet werden, u.a. Cortison oder Aldosteron.
CRP C-reaktives Protein. Wird bei vielen entzündlichen Erkrankungen gebildet und lässt sich mit dem CRP-Test in der Frühdiagnose, Überwachung und Therapiekontrolle entzündlicher und Gewebe zerstörender Prozesse im Blutserum nachweisen.
Cushing-Syndrom Vermehrte Bildung von Kortisol, einem Hormon der Nebennierenrinde, durch eine Geschwulst in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) oder eine Vergrößerung oder Geschwulst der Nebennierenrinde. Die betroffenen Personen fallen durch Vollmondgesicht, Stammfettsucht, dünne Extremitäten und rote Hautstreifen auf; auch der Blutdruck ist erhöht. Das gleiche Bild kann als Nebenwirkung nach langfristiger Einnahme von Cortison in höherer Dosierung entstehen.
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D

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Debridement Entfernung von nicht mehr durchblutetem und nekrotischem Gewebe aus einer Wunde.
Defibrillation (Defibrillierung) Wiederbelebungsmaßnahme bei Kammerflimmern des Herzens. Durch auf die Brust gelegte Elektroden (Metallplatten) wird das Herz durch Stromstöße gereizt. Man versucht auf diese Weise, das Kammerflimmern zu beseitigen und einen normalen Herzrhythmus herzustellen.
Dehydratation Flüssigkeitsmangel.
Dekubitus/Decubitus (der) Ein Dekubitus/Dekubitalulkus ist ein Druckgeschwür, eine durch Druck erzeugte Hautläsion. Dekubitalulzera entstehen meist über Knochenvorsprüngen, die nur wenig durch Unterhautfettgewebe abgepolstert sind. Besonders häufig sind Kreuzbein, Steiß, Fersen und Hüften betroffen. Grundsätzlich können unabhängig vom Alter alle Menschen, die einer Druckeinwirkung über einen bestimmten Zeitraum ausgesetzt sind, einen Dekubitus entwickeln. Im Alter (-> Hautalterung) ist jedoch das Risiko, einen Dekubitus zu entwickeln, deutlich erhöht. Während Gesunde sich – auch im Schlaf – bewusst oder unbewusst regelmäßig bewegen, sich damit „druck-entlasten und so vor einem Dekubitus schützen, fehlen bei älteren, oft kranken Menschen diese Bewegungen oder sind stark vermindert. Je nach Wundtiefe und Ausmaß der Hautschädigung werden verschiedene Klassifikationen unterschieden. Ein Dekubitus im Stadium I weist eine scharf begrenzte Hautrötung auf. Am weitesten fortgeschrittenen ist das Dekubitalulkus im Stadium IV, in dem die Schädigung bis in tiefe Hautschichten vorgedrungen ist und auch Muskeln, Sehnen und Knochen erreicht.
Detritus Überreste abgestorbener Gewebe- und Zellteile, z.B. in ->Nekrosen oder als ->Abszessinhalt.
Deutsche Hochdruckliga Die 1974 gegründete Hochdruckliga (Deutsche Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdrucks e.V.- Deutsche Hypertonie Gesellschaft) setzt sich unter der Leitung namhafter Ärzte und Wissenschaftler für die Aufklärung der Bevölkerung zum Thema Bluthochdruck ein. Sie gibt Informationen für Bluthochdruck-Patienten heraus und fördert die Wissenschaft und Forschung auf diesem Gebiet.
Diabetes (der) Die Zuckerstoffwechselstörung Diabetes mellitus wird durch einen Mangel an Insulin verursacht, sodass sich übermäßig viel Zucker im Blut befindet. Schwere Folgeerkrankungen und Spätschäden treten auf, wenn der Blutzuckerspiegel nicht durch Medikamente richtig eingestellt wird. An Diabetes mellitus leiden in Deutschland etwa 4 bis 5 Millionen Menschen. Etwa 15 % der Patienten mit Diabetes mellitus erleiden als Folgeerkrankung eine Fußläsion (-> Diabetisches Fußsyndrom), die oft mit einer Amputation endet. Pro Jahr werden in Deutschland über 20 000 Amputationen bei Diabetikern durchgeführt.
Diabetisches Fußsyndrom/ Diabetische Ulzera Diabetische Ulzera entstehen, wenn eine diabetische Neuropathie (= Schädigung der Nerven durch die zu hohe Zuckerkonzentration im Blut, die zu sensorischen und motorischen Funktionsbeeinträchtigungen führt) und/oder einer peripheren arteriellen Durchblutungsstörung (-> Angiopathie) vorliegen. Aufgrund der Neuropathie leidet der Patient an einer Fehlbelastung bzw. Fehlstellung des Fußes, zudem verliert er die Fähigkeit, übermäßigen Druck und Schmerz zu empfinden. Zusammen mit der diabetischen -> Mikro- und Makroangiopathie können sich Nekrosen an den belasteten Hautarealen bilden, die sich dann zu einem diabetischen Ulkus entwickeln. Bei schätzungsweise 45 % der diabetischen Ulzera ist eine diabetische Neuropathie die Ursache (= neuropathisches Ulkus), bei weiteren 45 % handelt es sich um eine Mischform aus Neuropathie und Durchblutungsstörungen und 10 % sind auf eine isolierte periphere Durchblutungsstörung zurückzuführen (= angiopathisch-ischämisches Ulkus).
Diabetisches Spätsyndrom Im wesentlichen durch Gefäßschädigung hervorgerufene Folgeerscheinungen der Zuckerkrankheit wie diabetische Netzhauterkrankung (Retinopathie), die bis zur Erblindung führen kann, arterielle Verschlusskrankheit der Beine, die zu Alterungen an den Füßen führen kann, die nicht mehr heilen und eine Amputation erforderlich machen, und diabetische Nierenerkrankung, die zum Funktionsverlust der Niere mit Dialysebedürftigkeit führen kann. Das diabetische Spätsyndrom lässt sich in vielen Fällen durch eine lückenlose Blutzuckernormalisierung verhindern.
Diagnostik Erkennen und Feststellen einer Erkrankung, indem der Arzt die Anamnese erhebt, den Patienten, seine Gewebe oder auch Zellen untersucht. Dies umfasst je nach Umfang auch Labordiagnostik und apparative Untersuchungen.
Dialyse Stofftransport zwischen zwei Flüssigkeiten durch eine trennende, für kleinere Teilchen durchlässige Membran. Dieses Prinzip wird zur Behandlung von Nierenversagen eingesetzt.
Diastole Erschlaffung der Herzkammer; in dieser Phase wird die Herzkammer mit Blut gefüllt.
Diastolischer Blutdruck Blutdruck, der während der Erschlaffungsphase des Herzens besteht. Beim Blutdruckmessen zeigt das Verschwinden der Gefäßgeräusche (Korotkow-Geräusche) den diastolischen Blutdruck an. Das Verschwinden der Korotkow-Geräusche wird auch als Phase V bezeichnet.
Diät Kostform bei verschiedenen Erkrankungen, z.B. salz- oder fettarme Ernährungsweise.
Differentialdiagnose Erörterung und Abwägung verschiedener Erkrankungsmöglichkeiten bei einem Patienten.
Differentialtherapie Erörterung, Abwägung und evtl. Erprobung verschiedener Behandlungsmöglichkeiten mit Arzneimitteln.
Digirektale Untersuchung Rektale Untersuchung z.B. der Prostata mit dem Finger.
Digitalis Herzstärkendes Medikament aus dem Roten oder Gelben Fingerhut.
Dilatation Erweiterung einer Herzkammer (z.B. nach langjährigem Hochdruck) oder von Gefäßen.
Disstress Erhöhte Beanspruchung, Belastung physischer oder psychischer Art im negativen Sinn.
Distal Weiter entfernt von der Körpermitte liegend. Gegenteil -> proximal.
Distorsion = Verstauchung. Eine Verstauchung ist eine Gelenkverletzung, die durch Drehung des Gelenks entsteht. Dabei werden die natürlichen Bewegungsgrenzen des Gelenks überschritten, sodass es zu Verrenkungen, Bänderdehnungen oder sogar zum Reißen der Bänder kommt.
Diurese Harnausscheidung.
Diuretikum Arzneimittel, das Wasser aus dem Körper ausschwemmt. Wird zur Behandlung von Bluthochdruck oder Ödemen verwendet. Nebenwirkungen: Kaliummangel, Erhöhung der Harnsäure, Erhöhung von Cholesterin und Triglyzeriden, auch Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels.
Divertikel Angeborene oder erworbene Ausstülpung umschriebener Wandbezirke eines Hohlorgans, beispielsweise von Speiseröhre oder Dünndarm.
Dranginkontinenz Bei Dranginkontinenz zieht sich die Muskulatur der Blase – der Detrusor - unwillkürlich zusammen. Der Betroffene verspürt selbst bei geringem Füllungsgrad der Harnblase starken Harndrang und verliert gleichzeitig unfreiwillig Urin. Meist erreicht der Patient nicht mehr rechtzeitig die Toilette. Dranginkontinenz ist die häufigste Form von Inkontinenz bei älteren Menschen. Es lassen sich zwei Formen der Dranginkontinenz unterscheiden: Bei der sensorischen Dranginkontinenz ist die Sensibilität der Blasenwand erhöht. Die Dehnungsrezeptoren des Detrusors lösen schon bei geringer Füllmenge Harndrang aus, sodass sich die Blase entleert. Bei Patienten, die an motorischer Dranginkontinenz leiden, zieht sich der Detrusor selbstständig zusammen. Es kommt durch die Kontraktion zu unwillkürlichem Urinabgang mit Drangsymptomen. Als Auslöser für Dranginkontinenz kommen Entzündungen an der Blase, Blasensteine, Verengungen der Harnröhre bei vergrößerter Prostata oder auch neurologische Erkrankungen (Demenz, Schlaganfall) infrage. In leichteren Fällen besteht anfangs nur das Symptom einer „Reizblase“ mit dem quälenden Zwang zum häufigen Wasserlassen. Bei stärkerer Ausbildung der Beschwerden entsteht dann der willentlich nicht mehr beherrschbare Harndrang mit der Folge von Inkontinenz. Dabei kann sich die Blase ganz oder teilweise sturzbachartig entleeren.
Dranginkontinenz Wikungsweise Anticholinergika Wenn die von Nerven übertragenen Signale, die die zunehmende Blasenfüllung und den Harndrang melden, vom Gehirn wieder zur Blase gelangen, so setzen sie an den Nervenendigungen die Substanz Acetylcholin frei. Diese wandert zu bestimmten Bereichen in der Wand der Muskelzellen, aus denen die Blase besteht. Dort wird Acetylcholin an so genannte Rezeptoren gebunden, d. h. Acetylcholin passt wie ein Schlüssel zum Schlüsselloch. Diese Verbindung bewirkt dann, dass sich die Muskelzellen zusammenziehen (kontrahieren). Geschieht dies im gesamten Blasenmuskel, so kommt es zu einer Harnentleerung. Eine bestimmte Gruppe von Medikamenten – die Anticholinergika (in der Grafik grün) – wirken nun dadurch, dass sie ebenfalls in das Schlüsselloch an der Wand der Muskelzellen passen. So blockieren sie dieses Schlüsselloch, und das vom Körper freigesetzte Acetylcholin kann nicht mehr wirken. Die Fähigkeit der Blase, sich zu kontrahieren, lässt nach, die Miktionsintervalle verlängern sich.
Drüse Organ, das Flüssigkeiten nach außen oder innen absondert, z.B. Speicheldrüse oder Bauchspeicheldrüse, die der Verdauung dienen, oder Schilddrüse, die Hormone bildet, die Steuerfunktionen im Stoffwechsel besitzen.
Durchblutungsstörungen Behinderung der Durchblutung verschiedenster Körperregionen (Gehirn, Herz, Beine, u.a.) durch Verengung der Blutgefäße durch Arteriosklerose oder Embolie.
Dyspnoe Atemnot, meist bei Erkrankungen des Herzens oder der Lungen.
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E

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Echokardiographie Bildliche Darstellung des Herzens mittels Ultraschall.
Eklampsie Meist in der Spätschwangerschaft, während der Geburt oder im Wochenbett auftretende Erkrankung mit Ödemen, Bluthochdruck und Krämpfen mit oder ohne Bewusstseinsverlust. Tritt überwiegend bei Erstschwangerschaft und besonders bei Mehrlingsschwangerschaften auf. Durch regelmäßig durchgeführte Schwangerschaftsvorsorge kann eine Eklampsie rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
Ekzem Das Ekzem ist eine schubweise auftretende, entzündliche Erkrankung der Haut. Es werden zwei Stadien unterschieden: Für ein akutes Ekzem ist eine flächenhafte, nässende Rötung mit starkem Juckreiz typisch. Dem Juckreiz folgt meist die Bildung kleiner Pickel und Knoten, die sich, oft provoziert durch Kratzen, öffnen und zu nässenden Pusteln werden. Im chronischen Stadium ist die Haut trocken, rissig und verdickt (Lichenifikation) und schuppt sich.
Elektrokardiogramm (EKG) Verfahren zur Registrierung der Aktionspotentiale (Antwort eines erregbaren Muskels oder Nervs auf einen Reiz) des Herzens, die von der Körperoberfläche abgeleitet und als Kurven aufgezeichnet werden. Siehe auch Elektrokardiographie (EKG)..
Elektrokardiographie (EKG) Ableitung der während der Herztätigkeit auftretenden elektrischen Ströme an der Körperoberfläche; ermöglicht die Erkennung von Herzerkrankungen und Herzrhythmusstörungen.
Elektrolyte = Mineralien. Mineralstoffe finden sich in den Körperflüssigkeiten sowie in den Körperzellen. Sie sind an vielen Vorgängen im Körper beteiligt, z. B. beim Knochenaufbau, der Muskeltätigkeit oder dem Flüssigkeitshaushalt.
Embolie Verstopfung eines Blutgefäßes durch einen Blutpfropf (Embolus) oder auch Fett oder Luft (Fett-, Luftembolie); Folge einer Embolie ist häufig ein Infarkt.
Emulgator Ein Emulgator ist ein Hilfsstoff, der dazu verwendet wird, zwei nicht mischbare Substanzen miteinander zu vermengen. Häufiger Einsatz in Fertigprodukten der Nahrungsmittelindustrie.
Endokrine Hypertonie Durch eine Störung endokriner Organe hervorgerufene Hypertonie.
Endokrine Organe Hormonproduzierende Organe. Dazu zählen Hirnanhangdrüse, Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse, Nebennierenrinde und Nebennierenmark. Nebennierenrinde und Nebennierenmark können eine Rolle bei der Hochdruckentstehung spielen.
Endokrinologie Lehre von den Hormondrüsen.
Endoskopie Methode, mit der innere Organe und Hohlräume im Körper mit einem Endoskop untersucht und/oder behandelt werden. Das Endoskop liefert Videobilder, gleichzeitig kann der Arzt mit Greif- oder Schneidewerkzeugen Behandlungen durchführen oder Gewebestücke entnehmen.
Enterale Ernährung Ernährung eines Patienten über eine Magen- oder Dünndarmsonde.
Entspannung Zustand der Ausgeglichenheit; gezieltes Entspannungstraining ( z.B. Yoga, Autogenes Training, progressive Muskelentspannung, etc. ) kann helfen, in Stresssituationen gelassener zu reagieren und hat somit eine positive Auswirkung auf den Blutdruck.
Enzephalopathie Störung der Gehirnleistung, die chronisch oder akut auftreten kann. Eine akute Enzephalopathie wird im Rahmen einer Hochdruckkrise mit Anstieg des Blutdrucks beobachtet; Symptome: Schwindel, Sehstörungen, Krämpfe und Bewusstseinsstörungen.
Enzyme Makromoleküle (meist -> Proteine), die Stoffwechselvorgänge im Körper ermöglichen, vereinfachen oder beschleunigen, indem sie die dazu notwendige Aktivierungsenergie senken; Eiweißkörper, der als Katalysator chemische Vorgänge beschleunigt, ohne selbst dabei verändert zu werden.
EPH-Gestose Erkrankung in der Schwangerschaft, die mit Wasseransammlung in den Geweben, vor allem den Beinen, Eiweißausscheidung im Urin (Harn) und Bluthochdruck einhergeht.
Epithelgewebe Deckgewebe, das als geschlossener Zellverband die äußere (Epidermis) oder innere Körperfläche (bei Schleimhautgeweben) bedeckt.
Epithelisierungsphase Letzte Phase des Wundheilungsprozesses, die nach der -> Granulationsphase kommt. In der Epithelisierungsphase werden für den Aufbau des Narbengewebes vermehrt -> Kollagen und Proteoglykane gebildet. Die Wunde beginnt sich nach und nach zu kontrahieren, während vom Wundrand -> Epithelzellen in zur Mitte hin wandern. Das Granulationsgewebe wird zunehmend wasser- und gefäßärmer, festigt sich und bildet sich zu Narbengewebe um. Die Wundkontraktion führt dazu, dass das Gebiet der Reparation so klein wie möglich gehalten wird. Die Epithelisierung (= Überhäutung der Granulationsflächen) schließt die Wundheilung ab. Die zur Teilung befähigten Zellen der -> Epidermis, die -> Keratinozyten, vermehren sich und beginnen – meist vom Wundrand her – mit der Epithelisierung. Als Gleitfläche benötigen sie dazu ein gut ausgebildetes Granulationsgewebe. Mit der Zeit wird das neue Epithel dichter und widerstandsfähiger, die Wunde ist geschlossen.
Ergometrie Standardisierte Belastungsuntersuchung zur Beurteilung der Herz- und Kreislauffunktion.
Erfrierung Eine Erfrierung wird durch andauernde Kälteeinwirkung hervorgerufen. Das Gewebe wird aufgrund mangelnder Durchblutung geschädigt. Wie bei Verbrennungen werden verschiedene Schweregrade unterschieden: von einer Rötung der Haut (Schweregrad 1) bis zur „Vereisung“ des Gewebes, bei der Nekrosen entstehen (Schweregrad 4). Bei Erfrierungen können Folgeschäden der Haut wie z. B. Frostbeulen oder Pigmentationen (Verfärbungen) auftreten. Erythrozyten Rote Blutkörperchen; transportieren im Blut den Sauerstoff zu den Zellen und Kohlendioxid von den Zellen weg.
Erhaltungsdosis Arzneimittelmenge, die so bemessen ist, dass die Arzneimittelspiegel im Körper in einer bestimmten Höhe gehalten werden und daher stets eine Medikamentenwirksamkeit gewährleistet ist.
Essentiell "lebensnotwendig", wird in Verbindung mit der gängigsten Hochdruckform verwendet, da früher die fälschliche Annahme bestand, dass die Druckerhöhung lebensnotwendig sei; heute Verwendung für die häufigste Form der Hochdruckkrankheit, die essentielle Hypertonie, als deren Ursache man einen einzelnen Grund nicht nennen kann.
Eustress „Guter“ Stress, der die Lebensaktivität beflügelt.
Exanthem Hautausschlag
Exsudation Austritt von Flüssigkeit und Zellen aus dem Blut oder Lymphgefäßen infolge einer Entzündung. Das Exsudat kann je nach Zusammensetzung -> serös, serös-eitrig, -> fibrinös oder auch blutig sein.
Exsudative Wundheilungsphase (Inflammatorische Phase, Wundreinigung) Die exsudative Wundheilungsphase beginnt zum Zeitpunkt der Verletzung. Die im Blut zirkulierenden -> Thrombozyten heften sich an die geschädigte Stelle und bilden einen -> Thrombus, der die Wunde provisorisch verschließt. Dann wird das eigentliche Gerinnungssystem aktiviert, das zur Bildung eines unlöslichen Fibrinnetzes aus -> Fibrinogen führt. Es verleiht dem Thrombus die nötige Festigkeit, dient aber auch nachfolgenden Zellen als Nährsubstanz und als Matrix für den -> Kollageneinbau. Nach der Blutstillung wandern -> Leukozyten in das Wundgebiet ein, um vorrangig durch ->Phagozytose eingedrungene Bakterien und -> Detritus zu beseitigen. Die mit Detritus beladenen Phagozyten und aufgelöstes Gewebe bilden den Eiter. Das Abtöten der Bakterien im Zellinneren der Phagozyten kann nur mithilfe von Sauerstoff erfolgen, der mit den -> Erythrozyten ins Wundgebiet transportiert wird. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung durch eine gute Durchblutung im Wundgebiet ist deshalb für die Infektabwehr von zentraler Bedeutung.
Extrasystole Vorzeitiger Herzschlag mit einer nachfolgenden Pause; entsteht in Vorhöfen oder Kammern des Herzens; wird als Herzstolpern oder als Aussetzen des Herzens empfunden.
Extraurethral Außerhalb der Harnröhre.
Extraurethrale Inkontinenz Bei einer extraurethralen Harninkontinenz verliert der Betroffene ständig Urin, allerdings auf einem anderen Weg als durch die Harnröhre. Als Auslöser kommen angeborene Fehlbildungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder erworbene urogenitale Fisteln infrage.
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F

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Femoralis korrekt: Arteria femoralis, Arterie am Oberschenkel.
Fermente Eiweißkörper, die als Katalysatoren chemische Vorgänge beschleunigen, ohne selbst dabei verändert zu werden.
Fett(e) Fette sind Energielieferanten für den Körper. Sie sorgen für den Aufbau von Fettzellen und Fettgewebe. Fettzellen haben nützliche Funktionen: Sie bilden Speicher- und Stützgewebe oder dienen als Kälteschutz, Wasserspeicher oder Polster gegen Druckeinwirkungen. Der Körper kann gewisse Fettsäuren selbst bilden, andere, die so genannten --> essenziellen Fettsäuren, müssen über die Nahrung zugeführt werden. Nahrungsmittel enthalten wiederum unterschiedliche Arten von Fetten. Gut für den Körper sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Erhält der Körper zuviel Fett (z. B. durch andauernde fettreiche Ernährung), lagert sich das Fett in den Fettzellen ab, und es entsteht Übergewicht.
Fettsäuren In Fetten vorkommende Säuren. Chemisch werden gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren unterscheiden. Pflanzenfette enthalten überwiegend ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesteringehalt im Blut senken (Ausnahme Kokosfett und Palmöl). Tierische Fette enthalten überwiegend gesättigte Fettsäuren. Einfach ungesättigte Fettsäuren sind vor allem in Erdnuss, Olivenöl und Rapsöl enthalten, mehrfach ungesättigte Fettsäuren vor allem in Distel-, Mais.- Soja- und Sonnenblumenöl.
Fettsucht Liegt vor, wenn das Körpergewicht um mehr als 200% über dem Normalgewicht liegt (Normalgewicht =Körperlänge in Zentimetern minus 100) Fettsucht führt zur Verminderung der Lebenserwartung durch Folgekrankheiten (Bluthochdruck, Diabetes, Gicht). Das Körpergewicht erlaubt nach neueren Untersuchungen allein keine Risikoeinschätzung, das Risiko ist vom Fett-Verteilungstyp abhängig. Eine Fettleibigkeit mit vorwiegend bauchbetontem Fettansatz (sog. androide Fettverteilung) ist häufiger von Hochdruck und Herzerkrankungen begleitet als die oberschenkelbetonte Fettsucht (gynoide Fettverteilung).
Feuchte Wundbehandlung Das Mittel der Wahl zur Behandlung chronischer, schlecht heilender Wunden sind phasengerecht eingesetzte moderne, hydroaktive Wundauflagen. Das Therapieprinzip beruht auf wissenschaftlichen Studien des britischen Biologen George D. Winter aus den 1960er-Jahren. Winter konnte experimentell nachweisen, dass Wunden unter feuchten Bedingungen deutlich schneller heilen als unter trockenen. Aus dieser Erkenntnis hat sich die moderne Wundbehandlung entwickelt, in der je nach Wundheilungsphase verschiedene -> hydroaktive Auflagen eingesetzt werden.
Fibrin Endprodukt der Gerinnung; besteht aus wasserunlöslichen Proteinen, die durch zahlreiche Querverbindungen miteinander vernetzt sind. Fibrin ist auch Bestandteil eines -> Thrombus.
Fibrinogen Vorstufe von -> Fibrin. Eiweißstoff, der für die Blutgerinnung wichtig ist.
Fibroblasten Zellen, aus denen sich das Bindegewebe und das Kollagenfasernetz während der -> Wundheilung bildet.
Fieber Die Körpertemperatur des Menschen schwankt um 37° Celsius. Normalwerte bei axillarer Messung bis 36,8° C, rektal bis 37,4° C, unter der Zunge bis 37°C. Die Temperatur ist im Körperkern am höchsten, in der Peripherie (z.B. Hände oder Füße mit etwa 28°C) am niedrigsten.
Fischöl Fett in Tiefseefischen, vor allem in Hering, Lachs und Makrelen. Fischöl ist reich an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, die den Cholesterin- und Triglyzeridgehalt im Blut und auch den Blutdruck senken.
Fissur Strichförmiger Einschnitt oder Riss in die Haut oder Schleimhaut.
Fistel Unnatürlicher, röhrenförmiger Gang. Eine Fistel nimmt seinen Ursprung von einem Hohlorgan und mündet an der Körperoberfläche.
Flatterherz Herzrhythmusstörung, wobei bei Betrachtung der Muskulatur das Herz flattert. Wen sich die Muskulatur noch schneller bewegt, spricht man von Flimmern. Beim Herzflattern oder -flimmern ist die Muskulatur meist nicht mehr dazu in der Lage, ausreichend Blut in die Organe zu pumpen.
Freie Radikale Reaktionsfreudige Verbindungen, die in den Zellen irreversible Reaktionen und auch Schäden auslösen können.
Frequenz Häufigkeit einer Schlagfolge pro Zeiteinheit.
FSME/Früh(jahr)-
Sommer-(Meningo-)Enzephalitis
Durch Zecken übertragene, biphasische Infektionskrankheit durch FSME- bzw. TBE-Viren, die in der zweiten Phase zu Hirnhautentzündung --> Meningitis führt. Schutz durch Impfungen ist möglich.
Fundus hypertonicus Am Augenhintergrund durch Hypertonie hervorgerufene Schädigungszeichen mit Engstellung der Gefäße und - in schwere Fällen - Blutungen der Netzhaut.
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G

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Gammaglobuline Teil der -> Globuline aus dem Blutplasma, die überwiegend aus Antikörpern bestehen.
Gangrän Gewebsuntergang, meist als Folge von schweren Durchblutungsstürungen mit nachfolgender Infektion durch Bakterien, besonders an Zehen und Fuß.
Gefäßbasalmembran Häutchen als Grenzfläche zwischen oberflächlichen Zellschichten (Epithel) bzw. Zellschichten für die Auskleidung von Körperhöhlen (Endothel) und Bindegewebe.
Gefäßprothese Ersatz für Blutgefäße, durch Gefäßoperation eingepflanzt; z.B. Vene als Überbrückung für eine verstopfte Herzkranzarterie oder Kunststoffröhre als Überbrückung für eine verstopfte Beinarterie.
Gefäßverkalkung Auch Arteriosklerose genannt. Einlagerung von Fett und Kalk in die Gefäßwände, führt allmählich zu einer Einengung der Gefäße und Durchblutungsstörungen.
Gefäßwiderstand Widerstand, den das Gefäßsystem dem strömenden Blut entgegensetzt; hängt vom Querschnitt der kleinen Schlagadern (Arteriolen) ab. Der periphere Gesamtwiderstand ist um so höher, je enger die Arteriolen sind; je höher der Gefäßwiderstand, desto höher der Blutdruck.
Gehirnblutung Blutaustritt aus den Gefäßen, der sich in die Gehirnmasse hineinpresst und somit zu Funktionsausfällen führt. Eine Gehirnblutung kann Ursache für das Krankheitsbild eines Schlaganfalls sein.
Gelegenheitsblutdruck Standardisierte Blutdruckmessung bei weitgehend ausgeruhtem Patienten nach mindestens 3-5 minütiger Ruhezeit. Die Messung kann im Sitzen oder Liegen erfolgen.
Gemischte Inkontinenz Gemischte Inkontinenz liegt vor, wenn Belastungs- und Dranginkontinenz gemeinsam auftreten. Dies ist bei schätzungsweise 30% aller Inkontinenzformen der Fall.
Gen Erbanlage oder Erbfaktor. Das Gen stellt eine Informationseinheit dar, die die Ausbildung von Körpermerkmalen bestimmt. Gene sind in den Chromosomen im Zellkern enthalten.
Geriatrie Teilgebiet der Medizin, das sich mit Erkrankungen und ihren Therapiemöglichkeiten bei älteren Menschen beschäftigt.
Gerinnung Bildung eines Pfropfens aus Eiweiß und Blutkörperchen zur Verstopfung einer Blutaderverletzung, um Blutverlust zu vermeiden.
Geschwulst Auch als Tumor bezeichnete bösartige oder gutartige Zunahme von Gewebevolumen.
Gewebe Verband einheitlich gebauter Zellen, die eine spezielle Funktion im Organismus haben. Beim Menschen unterscheidet man zwischen vier verschiedenen Geweben: -> Epithel, Bindegewebe, Muskelgewebe, Nervengewebe.
Gicht Zu hohe Harnsäurespiegel im Blut können zur Gicht führen. Bei der Gicht lagern sich Harnsäurekristalle in den Gelenken und den Nieren ab.
Giggle- oder Lachinkontinenz Bei Mädchen oder jungen Frau kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass heftiges Lachen zu einer willkürlich nicht unterdrückbaren vollständigen Entleerung der Blase führt. Die Ursache können eine gestörte Blasenhalsrelaxation, eine mangelnde zentrale Detrusorhemmung oder auch einer angeborenen Schwäche des Schließmuskels sein.
Glaukom "Grüner Star", erhöhter Augeninnendruck; kann zur Erblindung führen.
Globuline Funktionell und strukturell unterschiedliche Proteinmischungen.
Glomerulonephritis Nierenentzündung, die akut oder chronisch verlaufen kann und beide Nieren befällt. Es gibt verschiedene Formen von Nierenentzündungen, nur ein Teil führt zum Nierenversagen. Im Anfang besteht meist nur eine Ausscheidung von Blutkörperchen und Eiweiß im Urin, später treten Bluthochdruck und Ödeme (Wasseransammlungen) hinzu.
Glukokortikoidhormone Hormone der Nebennierenrinde, die für den Ablauf des Zucker- und Eiweißstoffwechsels wichtig sind; in höheren Dosen wirken sie entzündungshemmend. Nebenwirkungen können eine Blutdruckerhöhung und eine Störung des Zuckerstoffwechsels wie bei Zuckerkrankheit sein, siehe auch Cushing-Syndrom.
Glukoneogenese Neuaufbau von Zucker (Glukose) in der Leber und Niere.
Glukose Traubenzucker. Die normale Glukosekonzentration im Blut (Blutzucker) beim nüchternen Menschen beträgt 80 - 120 mg/dl. Nach Mahlzeiten erfolgt ein kurzfristiger Anstieg des Blutzuckers bis maximal 160
mg/dl. Blutzuckerbestimmungen nach Einnahme von Traubenzucker dienen dem Nachweis einer verborgenen oder beginnenden Zuckerkrankheit.
Granulationsgewebe Gefäßreiches, tief rot gefärbtes Bindegewebe. Entsteht im Rahmen der Wundheilung, wenn nach der Reinigungsphase aus dem vitalen Nachbargewebe -> Kapillaren in das Wundgebiet einsprossen und sich auf dem Wundgrund das mit neuen Blutgefäßen versorgte Granulationsgewebe bildet. Die Bezeichnung Granulation rührt daher, dass sich bei der Entwicklung des Gewebes auf der Oberfläche hellrote, glasig-transparente Körnchen (lat. Granula) zeigen. Jedem dieser Körnchen entspricht ein Gefäßbäumchen mit zahlreichen feinen Kapillarschlingen, wie sie durch die Gefäßneubildung entstehen. An die Schlingen lagert sich das neue Gewebe an. Bei einer guten Granulation vergrößern sich die Körnchen mit der Zeit und nehmen auch zahlenmäßig zu, sodass schließlich eine lachsrote, feucht glänzende Oberfläche entsteht.
Granulationsphase (proliferative Wundheilungsphase) Ist die Wunde gereinigt (-> Exsudative Wundheilungsphase), muss der Hautdefekt mit Ersatzgewebe verschlossen werden. Im ersten Schritt sprossen Kapillaren in das Wundgebiet ein, um die Versorgung mit Nährstoffen sicherzustellen. Dann entwickelt sich mit Hilfe von -> Fibroblasten das -> Granulationsgewebe. Fibroblasten produzieren eine Vorstufe von Kollagen, das außerhalb der Zellen zu festen Kollagenfasern ausreift. Das Granulationsgewebe ist ein vorübergehendes Bindegewebe, das die Wunde ausfüllt und als Schutz vor dem Eindringen von pathogenen Mikroorganismen dient. Ein gesundes Granulationsgewebe ist die Grundlage dafür, dass sich im weiteren Verlauf des Wundheilungsprozesses Epithelgewebe bilden kann.
Grenzwerthypertonie Erhöhung des Blutdrucks auf noch nicht eindeutig krankhafte Werte. Zur Grenzwerthypertonie zählen Blutdruckwerte zwischen 140/90 bis 159/94 mmHg.
Grunderkrankung Auslösende Ursache für eine chronische, schlecht heilende Wunde. Die häufigsten Grunderkrankungen, die zu einer chronischen Wunden führen, sind venöse und arterielle Durchblutungsstörungen sowie Diabetes mellitus.
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H

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Hämaturie Blutung aus Niere oder den Harnwegen; kann sichtbar sein (rötliche Verfärbung des Urins) oder nur mit dem Mikroskop feststellbar als sog. Mikrohämaturie.
Hämodialyse Behandlung des Nierenversagens mit einer künstlichen Niere.
Hämorrhoiden Knotige Schwellungen im unteren Mastdarm, die durch Ausbeulungen oder Ausstülpungen von Blutgefäßen – meist Venen – des Mastdarmschwellkörpers hervorgerufen werden.
Harninkontinenz Der Begriff „Inkontinenz“ stammt vom lateinischen Wort „incontinens“ ab. Dies bedeutet ins Deutsche übersetzt „nicht bei sich behaltend“. Menschen, die an Harninkontinenz leiden, sind nicht in der Lage, ihren Harn sicher zu speichern und zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort willkürlich auszuscheiden. Harninkontinenz ist keine eigenständige Erkrankung. Vielmehr ist sie ein Symptom, das durch verschiedene Erkrankungen und Ursachen ausgelöst wird.
Harninkontinenz im Alter Für die Kontinenzleistung sind insbesondere die Veränderungen der Nieren und des Harntrakts von Bedeutung. Mit fortschreitendem Alter sinkt die glomuläre Filtrationsrate (GFR) beträchtlich. Im Durchschnitt arbeitet die Niere bei einem Menschen von 60 Jahren nur noch halb so effizient wie bei einem 30-Jährigen, und zwischen dem 30. und 70. Lebensjahr halbiert sich die Anzahl der Nierenkörperchen (Glomeruli). Das ganze Organ schrumpft, die Durchblutung der Nieren, die GFR und die Creatinin-Clearance sinken. Verändert ist auch der 24-Stunden-Rhythmus der Urinproduktion. Während Jüngere den meisten Urin am Tag produzieren und nur relativ wenig in der Nacht, produzieren ältere Menschen nachts oft genauso viel Urin – oder sogar noch mehr – als am Tage. Besonders ausgeprägt ist der veränderte Produktionsrhythmus bei verwirrten oder dementen Menschen. Ein weiteres Altersproblem ist, dass das Fassungsvermögen der Harnblase abnimmt, ebenso scheint die kortikale Steuerung beeinträchtigt zu sein. Ältere Menschen müssen deshalb häufiger zur Toilette und verspüren stärkeren Harndrang bei deutlich verkürzter Drangzeit. Als ebenfalls entscheidender Faktor für das Auftreten von Inkontinenz ist bei alten Menschen deren häufige Multimorbidität zu berücksichtigen. Sie bewirkt, dass Harninkontinenz selten nur eine Ursache hat. Meist ist es eine Kombination altersbedingter Funktionseinbußen, z. B. nachlassende Mobilität, geistiger und körperlicher Abbau mit häufig im Alter auftretenden Grunderkrankungen wie etwa Diabetes mellitus, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Demenzerkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates usw. Zusätzlich können die Auswirkungen der vielen Medikamente, die in der Regel bei Multimorbidität eingenommen werden, die Inkontinenz verstärken oder sie auch auslösen.
Harnsäure Endprodukt des Zellstoffwechsels aus den Zellkernen (Purine). Zu hohe Harnsäurespiegel im Blut können zur Gicht führen. Bei der Gicht lagern sich Harnsäurekristalle in den Gelenken und den Nieren ab.
Harnwege Sammelname für Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre.
Harnwegsinfekt Erkrankung der Harnwege, meist durch Bakterien ausgelöst. Typische Symptome eines Harnweginfekts sind z.B. Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen oder auch Fieber.
Haut

Die Haut ist mit einer Fläche von 1,6 bis 2 Quadratmetern und einem Gewicht von bis zu 1/6 des Körpergewichts das größte Organ des Menschen. Sie bildet die äußere Grenzschicht zwischen dem Menschen und seiner Umwelt und dient einerseits als Barriere zur Außenwelt, andererseits aber auch als Verbindung zwischen der Außenwelt und den inneren Organen. Dabei hat sie eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben zu erfüllen: Bei intakter Oberfläche verhindert die Haut den Verlust von Körperflüssigkeiten und bietet Schutz vor dem Eindringen von Mikroorganismen ins Körperinnere. Sie ist mechanisch sehr belastbar, beispielsweise bei Druck, Schlag und Stoß, wodurch sie die inneren Organe vor Schädigung bewahren kann. Bis zu einem bestimmten Grad kann die Haut die schädlichen Auswirkungen von Chemikalien und ultraviolettem Licht abwehren. Die Haut reguliert auch den Wärmeaustausch mit der Umgebung durch bedarfsgerechte Weit- und Engstellung der Blutgefäße und Schwitzen – und trägt damit zur Aufrechterhaltung der konstanten Körpertemperatur von 37 °C bei. Als Sinnesorgan ermöglicht die Haut die Wahrnehmung von mechanischen Reizen wie Druck, Berührung und Vibration sowie von Temperatur und Schmerz.
Aufbau der Haut: Die Haut besteht aus unterschiedlichen Gewebetypen. Die Oberhaut (Epidermis) ist ein mehrschichtiges, verhornendes Plattenepithel, das durch seine Festigkeit und Dichtigkeit eine Schutzfunktion hat. Die unter der Oberhaut liegende Lederhaut (Dermis) ist ein Bindegewebe, das einen hohen Anteil an kollagenen und elastischen Fasern sowie an gallertiger Substanz zwischen Fasern aufweist und so vor allem den mechanischen Erfordernissen angepasst ist. Unter der Lederhaut liegt die Unterhaut (Subkutis), die aus lockerem Bindegewebe mit eingelagertem Fettgewebe besteht. Die Subkutis ist die innerste Schicht der äußeren Körperdecke.

Haut als Spiegel
von Erkrankungen 
Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zeigen sich durch Veränderung der Hautfarbe. Bluthochdruck bewirkt oft eine auffallend rote Gesichtshaut, bei niedrigem Blutdruck ist die Haut blass. Plötzlich auftretende Blässe, verbunden mit kleinperligem, kaltem Schweiß, ist ein Anzeichen für Schock und signalisiert drohendes akutes Kreislaufversagen. Eine vermehrte Durchblutung, beispielsweise bei Fieber, Erhitzung oder Aufregung, führt zur Hautrötung, die häufig fleckenförmig ist. Bei arteriellen Durchblutungsstörungen sind die Extremitäten kalt und blass. Venöse Abflussbehinderungen äußern sich in einer zyanotischen (bläulichen) Verfärbung der betroffenen Extremität. Ein verminderter Sauerstoffgehalt des Blutes zeigt sich ebenfalls in einer diffusen Zyanose der Haut. Auch Stoffwechselerkrankungen manifestieren sich oft zuerst an der Haut. Bei Diabetes mellitus kann es durch Schädigungen der Kapillargefäße und verringerte Abwehrkraft zu folgenden Symptomen kommen: zu Juckreiz ohne sichtbare Hautveränderungen, zu Juckreiz und Entzündungen der Mundschleimhaut, der Afterschleimhaut und an den Genitalorganen sowie zu immer wiederkehrenden Hautentzündungen und Pilzinfektionen. Bei einer Verschlechterung der Stoffwechsellage sind bakterielle Hautinfektionen, Hautabszesse und Furunkel nicht selten. Störungen des Fettstoffwechsels mit krankhaft erhöhtem Blutfett führen öfter zur Einlagerung von Lipidsubstanzen in der Haut. Solche Einlagerungen werden als Xanthome bezeichnet. Sie können als gelblich-bräunliche Knötchen oder als rote Papeln mit gelblichem Zentrum auftreten. In den Furchen der Handflächen bilden sich manchmal schmerzhafte Xanthome auch in Streifenform aus. Bei Gicht kann sich infolge der Überproduktion von Harnsäure Juckreiz einstellen. Es kann aber auch zur Ablagerung von Harnsäurekristallen in der Haut im Bereich der Gelenke (Füße, Knöchel, Knie, Hände) kommen. Folge sind die bekannten Gichtknoten (Tophi). Bei Eisenmangel (Anämie) gelten als Hautsymptome Haarausfall, Nagelwachstumsstörungen und extreme Blässe. Eine gestörte Leberfunktion bewirkt verschiedene Hautveränderungen. Die bekannteste ist die Gelbfärbung der Haut (Ikterus) bei Leberentzündung und Verschluss der Gallenwege. Der Ikterus entsteht, wenn der gelbbraune Gallenfarbstoff Bilirubin nicht mehr ausreichend abgebaut werden kann, sich im Blut konzentriert und in der Haut ablagert. Meist besteht vorher starker Juckreiz. Schwere Leberschäden sind charakterisiert durch den Verlust der Körperhaare (Bauchglatze), eine sichtbare Venenzeichnung auf der Bauchhaut (Kollateralkreislauf um die blockierte Pfortader), Rötung der Handteller, Lacklippen, eine rote, glatte Zunge, eine Gelb- bis Grünfärbung der Haut, später eine Dunkelfärbung durch Ablagerung eisenhaltiger Pigmente, Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) sowie Nagelwachsstumsstörungen und -farbveränderungen. Bei Nierenerkrankungen finden sich häufig Ödeme im Bereich der Augenlider, die mitunter erst zum Erkennen der Störung führen. Die extreme Blässe nierenkranker Patienten beruht auf Blutarmut und Kreislaufschädigungen.
Haut bei Inkontinenz Gelangt Flüssigkeit, beispielsweise Urin, Schweiß oder auch flüssiger Stuhl auf die Haut, weicht diese auf und wird durchlässig für wasserlösliche Substanzen – die oberste Hautschicht verliert ihre Barrierefunktion. Zusätzlich wird der Säureschutzmantel der Haut zerstört. Denn eigentlich hat gesunde Haut einen leicht sauren pH-Wert. Da Urin alkalisch ist, verschiebt sich der pH-Wert in den alkalischen Bereich. Je nach Menge des Urins kann der Säureschutzmantel eines großflächigen Hautgebietes betroffen sein. Die Gefahr für Hautirritationen steigt, je länger der Urin auf der Haut verbleibt. Als Folge der gestörten Hautfunktionen kann sich eine Dermatitis entwickeln. Aus dem Urin sorgen Harnstoff und Ammoniak für ein alkalisches Milieu auf der Haut, zudem stimulieren viele weitere Bestandteile das Wachstum von Mikroorganismen. Die Belastung mit Bakterien und Pilzen steigt also. Noch mehr als Urin schädigt Stuhl die Haut, da er Bakterien sowie verdauende Enzyme enthält. Deren schädigende Wirkung ist besonders stark, wenn der Säureschutzmantel zerstört ist. Alle diese auf die Haut einwirkenden Belastungen werden verstärkt, wenn die Haut Druck oder Reibung ausgesetzt ist. Insbesondere dann, wenn die Lage eines immobilen inkontinenten Patienten im Bett oder auf einem Stuhl verändert wird, kann dies durch die einwirkenden Druck- und Reibungskräfte zu Hautverletzungen führen. Neben oberflächlichen Reizungen und Rissen können auch tiefere Hautschichten betroffen sein.
HDL-Cholesterin Im Gesamtcholesterin ist auch das HDL-Cholesterin enthalten, das als gutes Cholesterin bezeichnet wird, da es das schlechte LDL-Cholesterin aus den Gefäßwänden abtransportiert. Der Wert für HDL-Cholesterin im Blut soll bei Männern über 35 mg/dl und bei Frauen über 45 mg/dl liegen.
Hemiparese Halbseitenlähmung.
Herpes simplex Eine sehr häufige virusbedingte Hauterkrankung ist die Herpes-simplex-Infektion mit Bläschenbildung an Haut oder Schleimhaut, vor allem an Lippen (Herpes labialis) und im Erwachsenenalter in der Genitalregion (Herpes genitalis). Die Bläschen befallen flächenhaft Gesicht, Hals, Brust und Arme, häufig die gesamte Darmschleimhaut und auch die Gehirnhäute, wobei im Eruptionsstadium lange, hohe Fieberschübe auftreten.
Herpes zoster Herpes zoster, auch als Gürtelrose bekannt, entsteht durch eine Reaktivierung von Varicella-Zoster-Viren, die nach einer Windpockenerkrankung im Körper verblieben sind. Demzufolge tritt die Gürtelrose nur bei Menschen auf, die in ihrer Kindheit an Windpocken erkrankt waren, und fast ausschließlich im Erwachsenenalter, vor allem in höheren Altersstufen. Die typischen Symptome sind: kleine Bläschen auf geröteter Haut, die halbseitig begrenzt auftreten und von Schmerzen und Empfindungsstörungen begleitet werden.
Herz(druck)massage Erste-Hilfe-Maßnahme. Die Herzmassage wird zur Wiederbelebung nach einem Kreislaufstillstand/Schock durchgeführt. Es handelt sich um eine rhythmische Kompression (ca. 60 Mal pro Minute) des Herzens, um den Blutkreislauf und damit die Atmung wieder herzustellen.
Herzfrequenz Zahl der Herzschläge pro Minute; stimmt in der Regel mit der getasteten Pulszahl überein.
Herzinfarkt Untergang von Herzmuskelgewebe infolge verminderter Blutversorgung. Ursache ist ein plötzlicher Verschluss eines Herzkranzgefäßes durch ein Gerinnsel (Thrombus); das Gerinnsel bildet sich an einer Einengung eines Herzkranzgefäßes durch Arteriosklerose (--> Myokardininfarkt).
Herzinsuffizienz siehe Herzmuskelschwäche
Herzkatheter Darstellung der Herzkranzgefäße durch Einspritzen eines Röntgenkontrastmittels mit Hilfe eines langen Schlauches, der von der Leiste oder von der Ellenbeuge bis zur Mündung der Herzkranzgefäße geführt wird. Untersuchungsmethode zur genauen Erkennung und Lokalisation von Herzkranzgefäßverengungen.
Herzklappen Einwegventile am Ein- und Ausgang der rechten und linken Herzkammer, die der geregelten Blutfüllung und Blutentleerung aus den Herzkammern dienen.
Herzklappenfehler Verengung (Stenose) oder Undichtigkeit (Insuffizienz) einer Herzklappe; führt allmählich zu Herzmuskelhypertrophie und Herzinsuffizienz.
Herzkranzgefäße Arterien, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen.
Herzminutenvolumen Blutmenge, die pro Minute vom Herzen ausgeworfen wird; normal 4-5 Liter pro Minute.
Herzmuskelhypertrophie Verdickung des Herzmuskels; tritt bei Bluthochdruck als Folge der erhöhten Druckbelastung des Herzens auf.
Herzmuskelschwäche Minderleistung des Herzens mit Nachlassen der Pumpkraft; führt zur Blutstauung vor dem Herzen mit Wassereinlagerung in die Lunge (Atemnot), Leberstauung und Auftreten von Schwellungen in den Beinen (Beinödeme). Ursache: Überlastung des Herzens durch Herzklappenfehler, Herzmuskelschädigung, Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße. 
Herzschrittmacher Elektrischer Impulsgeber zur künstlichen Anregung von Herzschlägen; wird als kleines Gerät mit Batterie betrieben und meist in die Brustwand eingepflanzt, gibt seine Impulse mit Hilfe eines Drahtes, der durch die Venen in die rechte Herzkammer geführt wird, an das Herz ab.
Herzstillstand Bei einem Herzstillstand hört das Herz auf zu schlagen. Ein Herzstillstand führt zu akutem Kreislaufversagen. Er kann ausgelöst werden durch Krankheiten des Herzens, Vergiftungen oder auch Stromunfälle. Werden keine sofortigen Wiederbelebungsversuche durchgeführt, stirbt der Patient.
Herzrhythmusstörungen Unregelmäßiger Herzschlag, von den Herzvorhöfen oder den Herzkammern ausgehend.
Herzwandaneurysma Umschriebene, manchmal sackförmige Erweiterung der linken Herzkammer, meist als Folge eines großen Herzinfarkts auftretend.
Hirnabszess Eiteransammlung im Gehirn, die durch eine lokal begrenzte Entzündung entsteht. Auslöser sind meist Bakterien.
Homocystein Stoffwechselprodukt, das bei der Entwicklung einer Arteriosklerose eine Rolle spielt.
Hormon Botenstoff, wird von endokrinen Organen in die Blutbahn abgegeben und steuert Zell- und Organfunktionen. Beispielsweise senkt das Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse den Blutzucker, das Hormon Adrenalin aus dem Nebennierenmark erhöht den Blutdruck.
Hybrid-Medikament Ein Medikament, das gleichzeitig zwei unterschiedliche Wirkungen aufweist.
Hydroaktiver Wundverband Hydroaktive Wundauflagen schaffen und/oder erhalten ein feuchtes Wundmilieu. Zu den hydroaktiven Wundauflagen gehören -> Hydrogele, -> Kalziumalginate, -> Hydrokolloide, -> Schaumverbände und -> Wundauflagen für die Nasstherapie (TenderWet). Ein hydroaktiver Wundverband bietet folgende Vorteile: -Er schafft und unterhält ein feuchtes und warmes und damit physiologisches Wundmilieu. -Er schützt vor weiteren, von außen kommenden Sekundärinfektionen und Verunreinigungen. -Er saugt überschüssiges Wundexsudat auf und schützt die Wundränder vor Mazeration. -Durch das feuchte Mikroklima verklebt der Verband meist nicht mit der Wunde. Beim Verbandwechsel wird daher das neu gebildete Gewebe geschont. -Er ist einfach zu handhaben, ein Verbandwechsel ist je nach Wundauflage und Heilungsphase nur alle 3 bis 5 Tage notwendig. -Er ist letztlich preiswerter und weniger arbeitsintensiv. Der Verbandwechsel verläuft meist schmerzarm. -Hydroaktive Wundauflagen verbessern die Lebensqualität des Patienten.
Hydrogele Hydrogele (z.B. Hydrosorb) bestehen aus hydrophilen Polymeren und enthalten je nach Produkt unterschiedlich viel Wasser. Flüssigkeit und darin enthaltene Makromoleküle können aufgenommen werden, indem sich die Querverbindungen der Polymerketten ausdehnen. Die wundferne semipermeable Polyurethanfolie hält ein feuchtes Wundmilieu aufrecht. Durch den hohen Wasseranteil der Hydrogele lassen sich Nekrosen und Beläge aufweichen. Indiziert sind sie bei oberflächlichen, fibrinösen, schwach sezernierenden oder trocken verschorften Wunden. Besonders gut sind Hydrogele für die Epithelisierung der Wunde geeignet. Hier fördern sie die Migration der Epithelzellen durch ein ausgewogen feuchtes Milieu und schützen neu gebildetes Epithel vor mechanischen Einflüssen.
Hydrokolloid Hydrokolloide (z.B. Hydrocoll) sind zweischichtig aufgebaut. Kontakt mit der Wunde hat eine selbsthaftende Schicht aus hydrokolloidalen, flüssigkeitsabsorbierenden Materialien (bestehend aus Gelatine, Pektin, Karboxymethlyzellulose oder Superabsorber). Wundfern liegt eine Wasser abweisende, semiokklusive Polyurethanfolie, die die Wunde vor Sekundärinfektionen schützt. Wird Wundsekret aufgenommen, entsteht ein Gel, welches das feuchte Wundmilieu aufrecht erhält und die Wundheilung beschleunigt. Hydrokolloide sind bei oberflächlichen granulierenden Wunden mit geringer bakterieller Besiedlung indiziert, die eine mäßige bis schwache Exsudation aufweisen.
Hypercholesterinämie Vermehrung des Cholesteringehalts im Blut; siehe auch Cholesterin.
Hyperglykämie Erhöhung des Blutzuckers.
Hyperkinetisches Herzsyndrom Kreislaufstörung mit erhöhtem Herzschlag (über 90/Min.) und leicht erhöhtem Blutdruck, meist bei gesundem Herzen durch Überaktivität des Sympathikus bedingt.
Hyperlipoproteinämie Fettwerte, meist des Cholesterins.
Hyperparathyreoidismus Überfunktion der Nebenschilddrüse; führt u.a. zu einer Erhöhung des Kalziumwertes im Blut.
Hypertensive Enzephalopathie Hirnfunktionsstörung durch extrem erhöhten Blutdruck, die akut oder chronisch auftreten kann. Siehe auch: Enzephalopathie und hypertensive Krise.
Hypertensive Krise Hochdruckkrise; krisenhaftes Ansteigen des Blutdrucks mit akuten Störungen der Durchblutung in Gehirn, Herz oder Augenhintergrund.
Hypertonie = Bluthochdruck. Bei Bluthochdruck erhöht sich der Blutdruck in den Adern. Dies kann unbehandelt zu schweren Folgeerkrankungen führen (z. B. Schlaganfall, Nierenerkrankungen). Eine definitive (oder stabile) Hypertonie liegt vor, wenn bei drei Messungen an zwei verschiedenen Tagen Blutdruckwerte von oder über 160/95 mmHg gemessen werden.
Hypertrophie Verdickung des Herzmuskels; tritt bei Bluthochdruck als Folge der erhöhten Druckbelastung des Herzens auf (= Herzmuskelhypertrophie).
Hypochondrie Zustand krankhafter Neigung zur Selbstbeobachtung und Überwertung bestimmter Erscheinungen, die als Zeichen einer (schweren) Krankheit fehlgedeutet werden.
Hypoglykämie Absinken des Blutzuckerspiegels unter 70 mg%; kann zur Bewußtlosigkeit (Schock) führen.
Hypokaliämie Mangel an Kalium im Blut (Werte unter 3,8 mval/l).
Hypotonie erniedrigter Blutdruck mit systolischen Blutdruckwerten unter 100 mm Hg.
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I

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Immunität Abwehrbereitschaft des Körpers gegenüber Infektionen.
Immunsupressiva Medikamente, die die Antwort des Immunsystems unterdrücken. Immunsuppressiva werden zum Beispiel in der Transplantationschirurgie oder zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt.
Immunsystem System des Organismus, mit dem er Fremdkörper (Viren, Bakterien, Pilze), die schädlich sind, erkennt und unschädlich macht. Das Immunsystem hat sehr komplexe physiologische und biochemische Aufgaben, um die tausende von Fremdkörpern zu erkennen und abzuwehren.
Impotenz Unmöglichkeit, den Geschlechtsverkehrs auszuüben.
Indikation Anwendungsgebiet eines Arzneimittels.
Infarkt Absterben eines Organteils infolge mangelnder Blutversorgung.
Infektion Befall des Körpers oder Teilen des Körpers (z.B. Wunde) mit Krankheitserregern wie Pilzen, Viren, Einzellern oder Bakterien oder ihren Giftstoffen.
Inflammatorische
Wundheilungsphase
 -> exsudative Wundheilungsphase.
Informed consent Einwilligung eines Patienten zur Teilnahme an einem Versuch. Der Patient muss hierzu eingehend informiert und aufgeklärt werden. Dies ist erforderlich, um neue Medikamente oder Behandlungsmethoden auszuprobieren.
Infravesikal Unterhalb der Blase gelegen.
Infusion Einfließenlassen von Flüssigkeiten in Blutgefäße oder unter die Haut.
Inspektion Der Arzt untersucht den körperlichen Zustand des Patienten (innerlich und äußerlich), um krankhafte Veränderungen zu erkennen.
Insulin Hormon der Bauchspeicheldrüse, das den Zuckerstoffwechsel regelt.
Insulinpumpe Elektronische Pumpe, die über den Tag gleichmäßig Insulin an den Körper abgibt, so dass Blutzuckerschwankungen abgemildert werden.
Interaktion Verschiedene Medikamente beeinflussen sich gegenseitig: Wirkungsverstärkung und -verminderung möglich.
Intravenös Injektion oder Infusion in eine Vene.
Inzidenz Zahl der Neuerkrankungen einer bestimmten Erkrankung innerhalb eines bestimmten Zeitraums. -> Prävalenz.
Ischämie Verminderte oder fehlende Durchblutung eines Gewebes infolge mangelnder Blutzufuhr durch Verengung oder Verschluss der zuführenden Arterie.
Isolierte systolische Hypertonie der systolische Blutdruckwert beträgt 140 mmHg oder darüber, der diastolische Blutdruckwert ist dagegen kleiner als 90 mmHg. Die isolierte systolische Hypertonie tritt vorwiegend im Alter auf.
Isotonische Getränke Getränke, die die gleiche Konzentration wie menschliches Blut haben und vom Körper deshalb besonders schnell aufgenommen werden sollen.
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J

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Jod --> Spurenelement. Regelt die Schilddrüsenfunktion.
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K

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Kalium Lebenswichtiger Mineralstoff; kommt vor allem in Obst, Gemüse, Fruchtsäften, Kartoffeln und Reis vor; geht leicht mit dem Kochwasser verloren, daher Dünsten von pflanzlichen Lebensmitteln bevorzugen; empfohlene tägliche Zufuhr etwa 3-4 g Kalium.
Kalorie Maß für den Energiegehalt von Nahrungsmitteln.
Kalorienbedarf Energiebedarf, den der Mensch pro Tag durch Nahrungszufuhr abdecken muss. Er beträgt in Abhängigkeit von der körperlichen Aktivität etwa 30-35 kcal bei Bettruhe, bis 45-60 kcal bei schwerer körperlicher Arbeit. Dieser Wert ist zusätzlich abhängig von Alter, Geschlecht und Allgemeinzustand.
Kalzium --> Elektrolyt, Mineralstoff. In Milchprodukten enthalten.
Kalziumalginat Kalziumalginate (z.B. Sorbalgon) bestehen aus einem lockeren Verbund aus Kalziumalginatfasern, die aus Braunalgen gewonnen werden. In Kontakt mit Blut und Wundsekret verwandeln sich die unlöslichen Fasern in ein feuchtes Gel. Die Wunde wird so vor dem Austrocknen geschützt. Bakterien und Zelldetritus werden zusammen mit der Flüssigkeit in das Gel eingeschlossen. Da Alginate eine große Saugkapazität haben, sind sie zur Behandlung stark sezernierender, nässender sowie verschmutzter und infizierter Wunden indiziert, die tief oder zerklüftet sind.
Kalziumantagonisten Medikamente zur Blutdrucksenkung und zur Behandlung verschiedener Herzerkrankungen. Sie wirken über eine Hemmung des Kalziumeinstroms in die Zelle, der Kalziumgehalt in der Zelle sinkt. Es gibt verschiedene Kalziumantagonisten: Verapamil senkt die Herzfrequenz (gelegentliche Nebenwirkung: Verstopfung), Nifepedin beschleunigt die Herztätigkeit (gelegentliche Nebenwirkung: Gesichtsrötung, Kopfschmerzen).
Kammerflimmern Ungeordnete Muskeltätigkeit der Herzkammern mit hoher Frequenz, so dass das Herz sich nicht mehr zusammenzieht und erweitert, sondern stillsteht, und damit eine ausreichende Blutversorgung des Körpers nicht mehr gegeben ist. Kammerflimmern stellt eine äußerst bedrohliche Herzrhythmusstörung dar. Es darf nicht mit Vorhofflimmern verwechselt werden, bei dem nur die Vorhöfe Flimmerbewegungen ausführen. Die Herzleistung ist bei der schnellen Form von Vorhofflimmern zwar vermindert, aber nicht wie beim Kammerflimmern aufgehoben. Siehe auch: Vorhofflimmern.
Kapillare Haarfeines Blutgefäß.
Kardiomegalie Vergrößerung des Herzens.
Kardioprotektion Herzschützende Wirkung.
Katabolismus Abbaustoffwechsel. Unter Freisetzung von Energie baut der Organismus Fette, Kohlenhydrate und Eiweiß ab. Gegenteil -> Anabolismus.
Katecholamine Sogenannte Stresshormone; zu ihnen gehören Noradrenalin oder Adrenalin. Sie erhöhen den Blutdruck durch Gefäßverengung und beschleunigen die Herztätigkeit.
Katheter Schlauchförmiges, starres oder flexibles Instrument, das in Hohlorgane oder Gefäße eingeführt wird zum Spülen, als Drainage, zur Messung von Körperfunktionen etc.
Kausaltherapie Behandlungsform, bei der die Ursache behoben wird, die die Erkrankung ausgelöst hat. Gegenteil -> symptomatische Behandlung.
Keratinozyten Häufigster Zelltyp in der menschlichen Epidermis.
Kernspintomographie Neues Abbildungsverfahren innerer Organe unter Benutzung eines Magnetfeldes mit hoher Feldstärke. Wird zur Abbildung innerer Organe (Gehirn, Lunge, Bauchorgane), aber auch von Gelenken und Muskulatur eingesetzt.
KHK Koronare Herzkrankheit: Krankheitsbilder, die durch eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße bedingt sind; diese führt zu umschriebenen Einengungen (Stenosen) und Minderdurchblutung des Herzmuskels. Die Folgen dieser Einengungen sind entweder Angina pectoris, Herzinfarkt oder plötzlicher Herztod.
Knochenbruch siehe Fraktur.
Kochsalz siehe Natriumchlorid.
Kohlenhydrate Kohlenhydrate sind aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff zusammengesetzte organische Verbindungen (z. B. Stärke, Zellulose, Zucker). Sie liefern Energie für den Körper. Wenn dem Körper mehr Kohlenhydrate zugeführt werden, als er verbrauchen kann, entsteht auf Dauer Übergewicht.
Kollagen Struktur-/Gerüstprotein. Hauptbestandteil der Knochen und des Bindegewebes.
Kollateralkreislauf Umgehungskreislauf, der bei Gefäßverengungen zur Aufrechterhaltung der Blutzufuhr entsteht.
Koma Tiefe Bewusstlosigkeit.
Komplementfaktoren Gruppe von Proteinen, die das Komplementsystem bilden und nacheinander aktiviert werden. Nach der Aktivierung sind die gebildeten Proteasen in der Lage, eingedrungene Fremdstoffe zu deaktivieren.
Kompressionstherapie Verfahren, um in erster Linie Patienten mit einer chronisch venösen Insuffizienz zu behandeln. Das Ziel der Kompressionstherapie ist, den Rückstrom des venösen Blutes aus den Beinen zurück zum Herzen zu verbessern. Dies kann mittels eines Kompressionsverbands oder Kompressionsstrümpfen erfolgen. Auch intermittierende Verfahren mit speziellen Kompressionsstiefeln werden eingesetzt.
Konservative 
Behandlungsverfahren  
Behandlung einer Erkrankung ohne chirurgischen Eingriff.
Konstriktion Zusammenziehen eines Gefäßes auf einen Reiz des Sympathikus hin oder durch Hormone ausgelöst, kann zur Minderdurchblutung der Organe führen.
Kontraindikationen Gegenanzeigen, Nichtanwendbarkeit; Bedingungen, die die Anwendung eines Arzneimittels beim Kranken nicht zulassen.
Kontrastaufnahme Röntgenaufnahme nach Anfärbung von Organen mit einem Medikament, das auf der Abbildung einen Schatten erzeugt.
Koronarangiographie Darstellung der Herzkranzgefäße durch Einspritzung eines Kontrastmittels in die Herzkranzgefäße.
Koronararterien Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen.
Koronarchirurgie Chirurgische Spezialrichtung, die sich mit der Behandlung von Herzkranzgefäßerkrankungen beschäftigt.
Koronare Herzkrankheit Krankheitsbilder, die durch eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße bedingt sind; diese führt zu umschriebenen Einengungen (Stenosen) und Minderdurchblutung des Herzmuskels. Die Folgen dieser Einengungen sind entweder Angina pectoris, Herzinfarkt oder plötzlicher Herztod.
Koronarreserve Durchblutungsreserve der Herzkranzarterien zur Anpassung an Belastungssituationen.
Korotkow-Geräusche Die bei der Blutdruckmessung hörbaren Geräusche oder Töne, benannt nach dem russischen Arzt N.S. Korotkow.
Kosmetika Mittel zur Schönheits- und Körperpflege (Cremes, Parfums, etc.)
Kreatin Kreatin ist ein Aminosäurederivat, das natürlicherweise im Körper vorkommt und eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel der Zelle spielt. Es wird in der Leber und in den Nieren produziert und zu 95% in den Muskeln gespeichert, kommt aber auch in den Zellen der Epidermis vor. In Versuchen mit Zellkulturen konnte gezeigt werden, dass sich der Energiestoffwechsel steigern lässt, wenn von außen Kreatin zugeführt wird. Die Zellen produzierten dadurch vermehrt Proteine, wie zum Beispiel das für die Haut wichtig Kollagen und Elastin sowie Enzyme, die geschädigtes Erbgut in der Zelle reparieren.
Kreatinkinase Ein Ferment, das bei akutem Herzinfarkt aus den zugrundegehenden Herzmuskelzellen freigesetzt wird und im Blut ansteigt; dient dem Nachweis eines akuten Herzinfarkts. Abkürzung: CK oder CPK.
Kreislaufversagen Abfall des Blutdrucks mit Ausfallerscheinungen von Schwindel bis hin zur Bewusstlosigkeit.
Kreuzprobe Überprüfung der Verträglichkeit von Bluttransfusionen durch Mischung des Spender- und Empfängerblutes.
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L

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Latent Verborgen.
LDL-Cholesterin Im Gesamtcholesterin ist das LDL-Cholesterin enthalten, das der eigentliche Risikofaktor ist und in den Gefäßwänden abgelagert wird (Normalwerte bis 155 mg/dl). Bei Vorliegen eines oder mehrerer Risikofaktoren liegen die Zielwerte für Gesamtcholesterin unter 200 mg/dl und für LDL-Cholesterin unter 135 mg/dl.
Letalität Sterblichkeit bei einem bestimmten Krankheitsbild. Die Angabe erfolgt in Prozent (pro 100) oder Promille (pro1000) an dieser Krankheit Erkrankter.
Leukozyten Weiße Blutkörperchen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems.
Linksherzhypertrophie Verdickung der Wand der linken Herzkammer infolge erhöhter Druckbelastung vor allem durch erhöhten Blutdruck; führt allmählich zu Herzinsuffizienz.
Lipasehemmer Neues Medikament zur Behandlung des Übergewichtes. Wirkt durch Inaktivierung des Bauchspeicheldrüsensaftes, so dass nur ein Teil der mit der Nahrung aufgenommenen Fettmenge in die Blutbahn übertreten kann.
Lipide Blutfette. Dazu zählen Cholesterin und Triglyzeride; im Blut sind sie an Eiweiße gebunden; siehe auch: Lipoproteine.
Lipidsenker Medikamente, die erhöhte Blutfette senken.
Lipolyse Einschleusung des Speicherfetts in den Energiestoffwechsel.
Lipoproteine Trägereiweiß für die Blutfette Cholesterin und Triglyzeride.
Luftembolie Verstopfung von kleinen Blutgefäßen durch Luftbläschen, die in den Kreislauf gelangt sind.
Lungenembolie Verschleppung von Blutgerinnseln in eine oder mehrere Lungenarterien.
Lungenödem Flüssigkeitsansammlung im Lungengewebe, meist infolge einer Schwäche der Muskulatur der linken Herzkammer.
Luxation = Verrenkung Bei einer Verrenkung werden zwei Knochenenden, die zusammen ein Gelenk bilden, aus ihrer normalen Stellung verschoben.
Lymphe Helle Flüssigkeit aus Lymphplasma und weißen Blutkörperchen, die über Lymphbahnen in den Kreislauf zurückgeführt wird.
Lymphozyten Gehören zur Gruppe der Leukozyten und produzieren Antikörper.
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M

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Magnesium Lebenswichtiger Mineralstoff, der in Vollkornprodukten, Gemüse, Kartoffeln, Bananen und anderen Pflanzen vorkommt.
Makrophagen Zellen, die zur -> Phagozytose und -> Pinozytose fähig sind. Produzieren auch Wachstumsfaktoren und Enzyme und beeinflussen die Bildung neuer -> Kapillaren im Wundgebiet.
Makrozirkulation Zirkulation des Blutes im Körper.
Maligne Hypertonie schwere Verlaufsform der Hypertonie, die unbehandelt in wenigen Monaten zum Tode führen kann.
Malnutrition Mangelernährung.
Mazeration Aufweichen der Haut durch lang andauernden Kontakt mit Flüssigkeit. Bei -> chronischen Wunden kann es zu Mazerationen der umgebenden Haut kommen, wenn zu viel Wundexsudat anfällt und die Haut aufweicht.
Mediasklerose Krankhafte Gefäßveränderung.
Meditation Nachdenken, sinnende Betrachtung oder religiöse Versenkung wodurch körperliche Entspannung erreicht werden kann.
Menopause Bei der Frau der Zeitpunkt der – infolge Nachlassens der Eierstockfunktion – letzten Menstruation (meist zwischen 47. und 52. Lebensjahr).
Metalloenzyme Enzyme, die Metallionen (z.B. Kupfer, Eisen) benötigen, um zu funktionieren.
Methyldopa Blutdrucksenkender Stoff, der am Blutdruckzentrum im Gehirn angreift. Als Nebenwirkung tritt häufig Müdigkeit auf.
mg/dl Milligramm pro Deziliter, Konzentrationsangabe für chemische Stoffe in Blut und Harn.
Migration Wanderung von Zellen. Beim ->Wundheilungsprozess wandern zum Beispiel Zellen ins Wundgebiet.
Mikroangiopathie Erkrankung der kleinen Schlagadern (Arteriolen), die zur Einengung dieser Gefäße und zu Durchblutungsstörungen führt, z.B. infolge von Bluthochdruck.
Mikrozirkulation Zirkulation des Blutes mit dem Austausch von Nährstoffen und Sauerstoff zwischen dem Blut und dem Gewebe.
Miktion Ausscheiden von Harn, indem die Harnblase geleert wird.
Mineralien siehe Elektrolyte.
Mineralstoffe Mineralstoffe werden benötigt, um harte und auch weiche Körperstrukturen aufzubauen. Des Weiteren sind sie für funktionierende Enzymreaktionen, Muskelkontraktionen, Nervenreaktionen sowie die Blutgerinnung wichtig. Mineralstoffe sind zum Beispiel Kalzium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Iod und Kalium.
Mitteldruck, arterieller Der mittlere Blutdruck, der sich aus systolischem und diastolischem Blutdruck durch Berechnung mit Hilfe einer besonderen Formel ergibt.
mmHg Millimeter Quecksilbersäule (Hg = chemische Bezeichnung für Quecksilber), Größeneinheit zur Messung des Blutdrucks.
Morbidität Häufigkeit einer bestimmten Erkrankung in einer bestimmten Zeit, bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungszahl (Angaben z.B. pro 1000 Einwohner pro Jahr).
Morbus Raynaud Verengung der Blutgefäße in den Fingern, häufig nur durch Spasmus bedingt: tritt in den Fingern, gelegentlich auch in den Zehen, mit Kältegefühl, Blau- oder Weißfärbung auf; nach dem französischen Art Maurice Raynaud benannt.
Mortalität Sterblichkeit; Todesfälle in einer bestimmten Zeit, bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungszahl (z.B. Todesfälle pro 1000 Einwohner pro Jahr).
Multimorbid Menschen, die man als multimorbid bezeichnet, haben viele Erkrankungen gleichzeitig. Vor allem ältere Menschen sind oft multimorbid und leiden zum Beispiel an Bluthochdruck, Inkontinenz, Osteoporose, etc.
Multiple Sklerose Entzündliche Erkrankung des Nervensystems, bei der es zu Störungen des Sehens, Zittern der Hände, Schwächen in den Armen und Beinen oder auch Harn- und Stuhlinkontinenz kommen kann. Die Erkrankung verläuft meist in Schüben.
Mund-zu-Nase-Beatmung Erste-Hilfe-Maßnahme. Die Mund-zu-Nase-Beatmung wird – wie auch die Mund-zu-Mund-Beatmung – zur Wiederbelebung bei Atemstillstand angewendet. Luft wird dem Bewusstlosen in die Nase eingeblasen.
Muskel-Venen-Pumpe Die Muskel-Venen-Pumpe ist dafür verantwortlich, dass das venöse (verbrauchte) Blut aus den Beinen zurück zum Herzen transportiert wird. Wird der Muskel bei Bewegung angespannt, drückt er das Blut in den Venen in Richtung des Herzens. Die Venenklappen sorgen dafür, dass das Blut nur in eine Richtung transportiert werden kann und nicht wieder zurück in die Beine fließt. Arbeiten die Venenklappen nicht mehr korrekt, kommt es zu Blut- und Flüssigkeitsansammlungen in den Beinen. -> Chronisch venöse Insuffizienz.
mval/l Konzentrationsangabe für Salze im Blut.
Myokardinfarkt  = Herzinfarkt. Wird durch --> Herzinsuffizienz verursacht. Das Herz wird nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Ein Herzinfarkt kann bei bereits bestehender Herzinsuffizienz zum Tode führen.
Myokarditis Entzündung der Herzmuskulatur, kann im Rahmen von Viruskrankheit auftreten.
Myokardszintigraphie Darstellung des Herzmuskels nach Einspritzung einer schwach radioaktiv markierten Substanz. Hierdurch ist es möglich, die Herzmuskeldurchblutung und die Herzkammerfunktion zu ermitteln.
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N

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Natrium Chemisches Element, das in Verbindung mit Chlor Natriumchlorid, also Kochsalz, bildet. Der Verbraucher kann sich an der Kennzeichnung von Lebensmitteln in den Gruppen "natriumreduzierte", "natriumarme" und "streng natriumarme Lebensmittel" orientieren.
Natriumchlorid Verbindung aus Natrium- und Chlorid-Ionen. Überhöhte Zufuhr (über 12 g/Tag) führt bei salzempfindlichen Personen zu Bluthochdruck.
Nebenniere Kleine, auf den Nieren aufsitzende Organe, die die Nebennierenhormone produzieren. Diese steuern u.a. den Blutdruck, den Gehalt des Blutes an Kalium und anderen Elektrolyten und von Kohlenhydraten.
Nebenschilddrüse (Epithelkörperchen) 4 etwa linsengroße Drüsen, die neben der Schilddrüse im Halsbereich liegen. Eine Überfunktion führt zu einer Erhöhung des Kalziumwertes im Blut und kann damit zu Nierensteinen oder Knochenschäden führen.
Nebenwirkungen Unerwünschte Begleit- oder Folgeerscheinungen nach Medikamenteneinnahme.
Nekrose Abgestorbenes Gewebe.
Nephritis Nierenentzündung
Nephrolithiasis Nierensteinerkrankung
Nephropathie Allgemeiner Ausdruck für Nierenerkrankung.
Neurodermitis In der Fachwelt existieren sehr viele unterschiedliche Bezeichnungen für eine Neurodermitis: So kann es vorkommen, dass der Arzt auch von einer atopischen Dermatitis (atopos = fehl am Platz; dermis = Haut, -itis = Entzündung), einem atopischen Ekzem oder einem endogenem Ekzem (endogen = von Innen her kommend) spricht, wenn er eine Neurodermitis meint. Die Neurodermitis zählt zum Kreis der atopischen Erkrankungen, zu denen auch Heuschnupfen und Asthma zählen. Alle diese Erkrankungen beruhen auf einer angeborenen Überreaktion des Immunsystems. Das Immunsystem eines Neurodermitikers reagiert aufgrund einer ererbten krankhaften Anlage unverhältnismäßig stark auf äußere Reize. Der Ort, an dem diese überschießende Reaktion sichtbar wird, ist die Haut. Stress, Nahrungsmittel wie Haselnüsse oder Kuhmilch, Pollen, Tierhaare, bestimmte Kleidungsstücke aus Stoffen wie Wolle oder rauen kratzenden Materialien, das Klima oder auch Licht können bei Neurodermitikern eine Entzündung der Haut auslösen. Die Haut ist dann sehr trocken, gerötet, juckt stark und bildet manchmal auch Krusten aus. Die typischen Stellen, an denen die Haut diese Reaktionen zeigt, sind das Gesicht, der Nacken und der Hals, die Innenseite der Arme sowie die Handgelenke. Bei betroffenen Säuglingen ist häufig der ganze Kopf von einer dicken Schuppenschicht bedeckt – dem Milchschorf – der sich aber meist nach dem zweiten Lebensjahr wieder zurückbildet. Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Neurodermitis. Bei den meisten Neurodermitikern bricht die Erkrankung in den ersten Lebensmonaten aus, wobei bei etwa 70% der Betroffenen die Diagnose Neurodermitis im ersten Lebensjahr gestellt wird. Die Hauterkrankung verläuft oft chronisch, wobei nach Phasen relativer Hautgesundheit immer wieder Rückfälle mit quälendem, psychisch belastendem Juckreiz sowie trockenen, schuppigen und entzündeten Hautstellen erfolgen. Zwar ist eine Heilung nicht möglich, jedoch verschwinden die Hautveränderungen bei etwa 70% der betroffenen Kinder bis zum Erwachsenenalter wieder.
Neuropathie Schädigung der Nerven, z.B. durch eine zu hohe Zuckerkonzentration im Blut, die zu sensorischen und motorischen Funktionsbeeinträchtigungen führt -> Diabetes mellitus.
Nichtsteroidale
Antirheumatika
Entzündungshemmende und schmerzlindernde Stoffe bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen, die gelegentlich auch zu Bluthochdruck führen oder ihn verstärken können.
Nierenarterienstenose Verengung einer oder beider Nierenarterien durch Arteriosklerose oder Verdickung der Muskelwand, die zur Minderdurchblutung einer oder beider Nieren führt. Die Drosselung der Nierendurchblutung führt zur Freisetzung des Hormons Renin aus der Niere, das über das im Blut gebildete Angiotensin Bluthochdruck bedingt.
Niereninfarkt Durch Verstopfung eines arteriellen Blutgefäßes bedingter Ausfall von Nierengewebe.
Niereninsuffizienz Einschränkung der Nierenfunktion mit Anstieg von harnpflichtigen Substanzen (Schlackenstoffe) im Blut, z.B. Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure.
Nitroglyzerin Arzneimittel aus der Gruppe der Nitrate (siehe auch Nitratverbindungen) das bei Angina-pectoris-Anfällen als Spray oder in einer Zerbeißkapsel zur Behebung akuter Schmerzen eingesetzt wird. Nitroglyzerin wird über die Mundschleimhaut resorbiert (vom Blut aufgenommen).
Nitroverbindungen
(Nitrate)
Organische Verbindungen mit einer Nitratgruppe. Sie senken den Sauerstoffbedarf des Herzmuskels und erweitern die Herzkranzgefäße, werden zur Behandlung von Angina pectoris und Herzinfarkt verwandt.
Noradrenalin Stresshormon; wird im Nebennierenmark gebildet und ist gleichzeitig Überträgerstoff zwischen den Zellen im Gehirn und von den Nervenfasern des Sympathikus auf die Rezeptoren in den Geweben. Siehe auch Alpha- und Betarezeptor).
Normalgewicht Körpergewicht, das einer Normwerttabelle, unter Berücksichtigung des Lebensalters, der Körperlänge und des Geschlechts, entspricht. Methoden wie Broca-Index und Body-Mass-Index (BMI) dienen der Feststellung, ob man Normalgewicht hat oder nicht.
Nutritiv Die Ernährung betreffend.
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O

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Obduktion Leichenöffnung, meist zur Klärung der Todesursache.
Obstruktion Verengung/Einschnürung, z.B. der Harnröhre, die beim Mann etwa durch eine vergrößerte Prostata ausgelöst werden kann.
Ödem Flüssigkeitsansammlung in Geweben, häufig zuerst an den Knöcheln und an den Unterschenkeln auftretend. Ödeme in den Beinen entstehen zum Beispiel, wenn eine Venenschwäche vorliegt. -> Chronisch venöse Insuffizienz
Okklusiv Luft- und wasserundurchlässiger Abschluss, zum Beispiel mittels einer Wundauflage.
Omega-3-Fettsäuren Ungesättigte Fettsäuren. Schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wirken entzündungshemmend und beugen --> Thrombosen vor, indem sie die Verklumpung der Blutplättchen verhindern. Besonders in fettreichen Seefischen enthalten.
Operative Behandlung Chirurgischer Eingriff, um Erkrankungen zu behandeln. Gegenteil -> konservative Behandlung.
Östrogen Hormon, das bei der Frau unter anderem den Menstruationszyklus, den Zeitpunkt des Eisprungs und die Schwangerschaft steuert.
Osteoporose Zu geringe Bildung von Knochensubstanz; führt zu erhöhter Bruchgefahr.
Orthostase Aufrechte Körperhaltung.
Ovulationshemmer Zur Empfängnisverhütung eingenommene Hormone, die auch zur Blutdruckerhöhung führen können.
Ozon Ozon ist eine spezielle Form des Sauerstoffs. Die Luft enthält u. a. eine Ozonschicht, die maßgeblich beteiligt ist an der Ausfilterung von gefährlichen UV-Strahlen. Vermehrter Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) führt zu einer Verringerung der Ozonschicht (Ozonloch).  
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P

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Palpation Tastuntersuchung des Körpers durch den Arzt, um Beschaffenheit, Beweglichkeit, Elastizität oder das Schmerzempfinden des Körpers zu untersuchen.
Palpitationen Unangenehmes Herzklopfen.
Parasympathisches Nervensystem Teil des unwillkürlichen (autonomen, vegetativen) Nervensystems, auch als Vagus bezeichnet, Gegenspieler des Sympathikus. Reizung des Vagus führt zur Blutdrucksenkung und verlangsamt die Herzfrequenz.
Perinealhaut Die Haut um den Damm (Raum zwischen After und Genitalien).
Periphere arterielle
Verschlusskrankheit
Durchblutungsstörung, die durch eine Verengung oder Verschluss in den Arterien verursacht wird und zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen und damit zum Absterben des Gewebes führen kann. Häufiger Auslöser für -> chronische Wunden.
Peripherer Widerstand Flusswiderstand des Blutes in den kleinen Arterien (Arteriolen). Je enger die kleinen Arterien sind , um so höher steigt der periphere Widerstand und somit der Blutdruck an.
Pflaster Arzneizubereitungen zur äußerlichen Anwendung. Sie bestehen aus auf textilem Material oder auf Folien aus Weichplastik aufgestrichenen Klebemassen. Man unterscheidet Heftpflaster zur Fixierung von Verbänden, Befestigung medizinischer Instrumente auf der Haut oder als Wundschnellverband, medikamentöse Pflaster (gehören nicht zu den Verbandstoffen, da sie zusätzliche Arzneistoffe enthalten) und Spezialpflaster. Für die Erste Hilfe im Haushalt werden Heftpflaster verwendet.
Phäochromozytom Hormonproduzierende Geschwulst des Nebennierenmarks, die zu Hypertonie führt. Adrenalin und Noradrenalin werden von diesen Geschwülsten zum Teil stoßartig abgegeben, so dass Blutdruckkrisen auftreten.
Phagozytose Aufnahme fester Partikel wie zum Beispiel Gewebetrümmer, Fremdkörper oder Mikroorganismen durch ->Phagozyten, die diese Partikel dann verdauen.
Phasengerechter Einsatz
hydroaktiver Wundauflagen 
Anpassen der Wundbehandlung an den jeweiligen Zustand und die Bedürfnisse der Wunde.
Phenacetin Schmerzmittel, das bei längerem Gebrauch zu Nierenschädigungen führen kann.
Phototoxische Reaktion Durch schädliche Lichteinwirkung bedingte physikalische Reaktion (z. B. Sonnenbrand, Sonnenallergie).
Pilzinfektion Erreger von Pilzerkrankungen der Haut (Dermatomykosen) sind hauptsächlich Fadenpilze (Dermatophyten) und Sprosspilze, also Hefepilze wie Candida albicans (-> Candidose) oder Schimmelpilze. Als Lebensraum bevorzugen die Pilze ein feuchtwarmes Milieu in geschädigten, verletzten und auch nekrotischen Hautbereichen. Mykosen finden sich häufig in Hautfalten (z. B. in Zehen- und Fingerzwischenräumen, Bereich unter den Brüsten, Analfalte), auf Schleimhäuten (z. B. Mundschleimhaut, Vagina, Vorhaut, Eichel), auf mazerierter, rissiger, entzündeter Haut sowie auf Wunden, hier insbesondere in chronischen Ulzerationen. Begünstigt wird die Vermehrung der Pilze durch Faktoren wie beispielsweise Diabetes mellitus, ein geschwächtes Immunsystem und die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. -> Antibiotika, -> Zytostatika, Anti-Baby-Pille). Eine schwere und sogar lebensbedrohliche Komplikation stellt schließlich der systemische Befall dar, wenn pathogene Pilze über das Blut in innere Organe verschleppt werden und dort dann wachsen. Gefährdet sind hier besonders Patienten mit einer Immunschwäche.
Pinozytose Aufnahme gelösten Materials durch eine Zelle.
Plazebo Scheinmedikament; wirkstofffreies Präparat, das sich äußerlich nicht vom Originalpräparat unterscheidet; wird bei Medikamentenprüfungen zur Kontrolle verwandt.
Pneumonie Akute oder chronische Lungenentzündung.
Postoperativ Nach einer Operation.
Prädisponierende Faktoren Faktoren oder Zustände, die die Entstehung einer Erkrankung begünstigen. Prädisponierende Faktoren für Harninkontinenz sind z.B. Alter, Geschlecht, vaginale Geburten und Körpergewicht.
Präkordial Vor dem Herzen gelegen.
Präoperativ Vor einer Operation.
Prävalenz Zahl einer bestimmten Erkrankung zu einem bestimmten Zeitpunkt. -> Inzidenz.
Praxisbluthochdruck Der Blutdruck wird normalerweise in körperlich ruhigem Zustand gemessen. In einer Arztpraxis kann jedoch der Blutdruck aufgrund der ungewohnten, oft auch nervös machenden Situation, kurzfristig erhöht sein. Man spricht dann vom Praxishochdruck oder auch Weißkittelhochdruck.
Primäre Hypertonie auch als essentielle Hypertonie bezeichnet, häufigste Form des Bluthochdrucks, die bei 95% aller Bluthochdruckkranken vorkommt. Ursache der primären Hypertonie sind vererbte Anlagen (Genfehler) zum Bluthochdruck. Störungen der Erbfaktoren bedingen Änderungen verschiedener Blutdruckregulationssysteme. Die primäre Hypertonie tritt meist erst ab dem 35. Lebensjahr auf, wenn äußere Risikofaktoren die Krankheit zum Ausbruch bringen. Häufigste Risikofaktoren sind Übergewicht, überhöhter Alkoholkonsum, überhöhte Kochsalzzufuhr, mangelnde körperliche Bewegung und wahrscheinlich auch chronische Einwirkung von krankmachendem Stress.
Primärprävention Vorsorgliche (prophylaktische) Verhinderung einer Erkrankung.
Prognose Ärztliche Voraussage über den Verlauf und Ausgang einer Krankheit.
Progressive Muskelentspannung Tiefenmuskelentspannung nach Jacobsen. Entspannungsverfahren, bei dem schrittweise immer weitere Muskelgruppen durch an- und entspannen trainiert werden.
Prokto- und
Rektosigmoidoskopie
Spiegelung des End- und Mastdarms.
Proliferative Wundheilungsphase -> Granulationsphase.
Prophylaxe Vorsorge
Proteine Eiweißstoffe, mit unterschiedlicher Größe und Funktion. Grundbausteine von Proteinen sind -> Aminosäuren.
Proteinsynthese Zusammenbau der Proteine aus den kleinsten Bausteinen, den Aminosäuren.
Proteinurie Vermehrte Eiweißausscheidung im Urin.
Proximal Näher zur Körpermitte gelegen.
Pruritus Hautjucken mit dem Zwang, sich zu kratzen. Pruritus ist eine häufige Begleiterscheinung von Hauterkrankungen wie zum Beispiel bei Neurodermitis.
Pulmonalarterien Lungenarterien, die sauerstoffarmes Blut vom rechten Herzen in die Lunge führen.
Puls Durch den Blutauswurf des Herzens in der Systole entstehende Druckwelle im Kreislauf, die fühlbar und zählbar ist.
Pulsfrequenz Häufigkeit der Schlagfolge des Herzens pro Minute.
Pus Eiter.
Pyelonephritis Entzündung der Nieren, die sich zunächst im Bindegewebsraum der Niere (Interstitium) abspielt und später zur Einschränkung der Nierenfunktion und zu Schrumpfnieren führen kann. Eine chronische Pyelonephritis kann Ursache eines sekundären, organbedingten Hochdrucks sein. Ein Teil der chronischen Pyelonephritis ist durch Bakterien bedingt.
Pyelogramm Röntgenologische Darstellung des Nierenhohlraumsystems und damit auch der Nieren nach Gabe eines Kontrastmittels.
Pyodermie Durch Staphylokokken und Streptokokken verursachte bakterielle Hautinfektionen werden als Pyodermien zusammengefasst. Eine primäre Pyodermie ist beispielsweise die Impetigo contagiosa, mit Blasenbildung in unterschiedlicher Ausprägung. Sie manifestiert sich vorwiegend bei Kindern; im Erwachsenenalter begünstigen eine mangelnde Körperhygiene sowie Immunstörungen ihre Entstehung. Eine weitere Pyodermie sind eitrige Entzündungen der Haarfollikel, die sehr häufig vorkommen. Ein bekanntes Krankheitsbild ist etwa der Furunkel oder Karbunkel, eine schmerzhafte, tief greifende Entzündung des Follikelapparates mit Perifollikulitis durch Staphylokokken oder eine Mischflora, die zum Abszess und nektrotischen Zerfall führen können. Der Karbunkel unterscheidet sich lediglich in seiner Ausdehnung und stellt mehrere ineinander übergreifende Furunkel dar. Bei der Entstehung spielen mangelnde Hygiene, aber auch Störungen der Infektabwehr, z. B. bei Diabetes mellitus, eine Rolle. Bevorzugte Lokalisationen sind Nacken, Gesicht, Axilla, Gesäß und Extremitäten. Das Erysipel (Wundrose) beginnt mit Abgeschlagenheit, schlechtem Allgemeinbefinden und Schüttelfrost. Dann kommt es zu einer flächenhaften, flammenden, oft schmerzhaften Rötung der Haut mit Lymphadenopathie und Lymphangitis. Unbehandelt können sich hämorraghische Blasen (Erysipelas bullosum) sowie Nekrosen (Erysipelas gangraenosum) entwickeln. Die Erreger sind in der Regel ß-hämolisierende Streptokokken der Gruppe A. Prädestiniert als Eintrittspforten sind Hautareale mit gestörter Barrierefunktion, z. B. mazerierte Hautpilzerkrankungen wie Tinea pedum oder Rhagaden bei chronischer Rhinitis. Dadurch erklären sich auch die bevorzugten Lokalisationen des Erysipels, nämlich im Gesicht und am Unterschenkel. Disponiert sind besonders kachektische und abwehrgeschwächte Personen.  
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Q

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Quetschwunde

Wird durch eine Kombination von Druck-, Stoß- und Zugkräften hervorgerufen. Quetschwunden haben oft unregelmäßig zerfetzte Ränder und sind blutunterlaufen.  

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R

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Radioaktivität Bestimmte Atome zerfallen unter Aussenden von radioaktiven Strahlen, die energiereich sind und einen Organismus schädigen oder zerstören können. Strahlen können aber auch benutzt werden, bestimmte Gewebe (Krebs) gezielt zu vernichten oder Krankheiten zu erkennen. Der Umgang mit Radioaktivität unterliegt strengen Sicherheitsbestimmungen.
Raucherbein Bezeichnung für die bei starken Rauchern an den unteren Extremitäten auftretenden, auf Gefäßveränderungen beruhenden (schweren) Durchblutungsstörungen.
Reanimation Wiederbelebung. Dazu gehören Herzmassage, Beatmung und (meist) elektrische Beseitigung von Kammerflimmern oder Herzstillstand. Die Beatmung wird als Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase- Beatmung oder über ein vom Arzt in die Luftröhre eingefügtes Kunststoffrohr (Tubus) durchgeführt.
Reepithelisierung Verschluss einer Wunde durch Epithelzellen. -> Epithelisierungsphase
Reflexinkontinenz Menschen, die an einer Reflexinkontinenz leiden, verspüren keinerlei Harndrang. Die Blase entleert sich willkürlich durch unkontrollierte, reflektorische Kontraktionen des Detrusors. Bei der Reflexinkontinenz ist die neuronale Steuerung der Blasenfunktion unterbrochen, wie z.B. bei Patienten mit Querschnittslähmung, multipler Sklerose oder Morbus Parkinson.
Reflextachykardie Schneller Herzschlag, der durch einen starken Blutdruckabfall ausgelöst wird; kann als Nebenwirkung bei bestimmten blutdrucksenkenden Medikamenten auftreten.
Rehabilitation Wiedereingliederung in das Berufs- und Privatleben.
Reinigungsphase -> Exsudative Wundheilungsphase.
Rektum Mast- oder Enddarm.
Renale Hypertonie Verschiedene Nierenerkrankungen können zum Auftreten eines Bluthochdrucks führen. Liegt eine Nierenarterienstenose zugrunde, so spricht man von renovaskulärer Hypertonie. Liegen entzündliche Erkrankungen der Niere vor, wie eine Glomerulonephritis oder Pyelonephritis, so handelt es sich um einen renoparenchymalen Hochdruck.
Renin Hormon, das in der Niere gebildet wird. Es setzt im Blut durch seine Fermentwirkung aus einem Eiweißkörper (Angiotensinogen) das blutdruckwirksame Hormon Angiotensin frei. Angiotensin verengt die kleinen Gefäße und führt zur Blutdruckerhöhung.
Renin-Angiotensin-Aldosteron-System Renin, Angiotensin und Aldosteron sind Hormone, die ineinandergreifen und den Blutdruck erhöhen. Das System wird durch ACE-Hemmer gehemmt.
Renovaskuläre Hypertonie Durch Verengung einer oder beider Nierenarterien hervorgerufener Hochdruck.
Reserpin Blutdrucksenkender Stoff aus einer subtropischen Pflanze (Rauwolfia), der das sympathische Nervensystems (Sympathikus) dämpft; wird heute seltener verwandt. Nebenwirkungen: Depression, Schnupfen; Magengeschwüre.
Retrosternal Hinter dem Brustbein gelegen.
Revaskularisierung Verbesserung der Durchblutung, z.B. durch einen chirurgischen Eingriff oder Medikamente in Geweben, in denen die Durchblutung gestört ist.
Ringerlösung Vollelektrolytlösung mit Natrium-, Kalium- und Kalziumchlorid.
Riva-Rocci-Apparat Nach dem italienischem Arzt Scipione Riva-Rocci benannter einfacher Blutdruckmessapparat mit aufblasbarer Manschette und Quecksilbermanometer.
RR Abkürzung für den Blutdruckwert, gemessen nach der Methode von Riva-Rocci.
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S

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Sakral Zum Kreuzbein gehörend.
Säureschutzmantel der Haut Die Hornschicht ist zusammen mit den Sekreten der Schweiß-und Talgdrüsen am Aufbau des Oberflächenfilms (Hydrolipidfilm) beteiligt, der auch als Säureschutzmantel bezeichnet wird. Er trägt u. a. dazu bei, die Besiedelung der Haut durch Mikroorganismen in einem physiologischen Gleichgewicht zu halten. Ist die Hornschicht durch Ekzeme oder Verletzungen geschädigt, können Keime und schädliche Substanzen ungehindert in die Tiefe der Haut eindringen.
Saluretika Zu vermehrter Salz- und Wasserausscheidung führende Medikamente, die auch den Blutdruck senken; werden auch als Diuretika bezeichnet.
Schaufensterkrankheit Durch Durchblutungsstörungen der Beine manchmal schon nach wenigen Schritten auftretende Schmerzen in den Beinen (Waden), die zum Stehenbleiben zwingen. Dies wird durch Ansehen von Schaufenstern kaschiert.
Schaumverband Hydroaktive Wundauflagen aus Schaumstoff (z.B. PermaFoam) bestehen aus biologisch und chemisch inerten Polyurethanschäumen. Aufgrund von Kapillarkräften werden Wundexsudat, Pus und Zelldetritus aufgesaugt und gespeichert, wobei aber gleichzeitig ein feuchtes physiologisches Wundmilieu gewährleistet ist. Schaumstoffverbände sind bei oberflächlichen, nicht infizierten Wunden indiziert, die eine starke bis mäßige Exsudation zeigen. Sie eignen sich besonders dazu, den Wundgrund einer chronischen Wunde zu konditionieren und die Granulation zu fördern.
Schlafapnoe-Syndrom Krankheitserscheinungen, wie Bluthochdruck, Lungenerkrankung, psychische Störungen, die durch Atemunterbrechungen während des Schlafs entstehen. Diese Atemunterbrechungen können durch ein Aussetzen des regelmäßigen Schnarchgeräusches erkannt werden.
Schlaganfall Plötzlich auftretender Anfall mit Ausfallserscheinungen bei der Ausführung von Bewegungen, Sprechen, u.s.w. durch Schädigung von Hirngewebe, entweder durch Einblutung oder durch mangelhafte Blutversorgung im Gehirn. Führt zur Entwicklung von Lähmungen der Körpermuskulatur, Ausfall der Sprache und zu sonstigen Störungen. (--> Apoplex)
Schnittwunde Wird durch schneidende Gegenstände wie Messer hervorgerufen. Schnittwunden sind klaffend und können sehr tief reichen. Dabei können oft auch Sehnen, Muskeln etc. mit verletzt werden. Alle größeren Schnittwunden müssen ärztlich versorgt werden.
Schock Kreislaufversagen, ausgelöst durch verschiedene Ursachen.
Schrumpfniere Verkleinerung der Niere infolge einer entzündlichen Nierengewebserkrankung oder durch Mangeldurchblutung der Niere bedingter Gewebsschwund.
Schürfwunde Oberflächliche Hautverletzung. Nur die oberen Hautschichten sind verletzt. Schürfwunden erkennt man an kleinen punktförmigen Blutungen. Sie können leicht im Rahmen der Ersten Hilfe versorgt werden.
Schweiß Salzhaltige Ausscheidung der Haut.
Schweißdrüsen Regeln die Schweißproduktion und –ausscheidung. Die Drüsen sitzen in der Unterhaut an typischen Stellen (z. B. Achselhöhlen).
Seditava Beruhigungsmittel.
Sekundäre (arterielle) Hypertonie hoher Blutdruck auf dem Boden einer Organerkrankung, z.B. einer Nierenerkrankung, einer Nierengefäßverengung (Nierenarterienstenose), einer Geschwulst in der Nebennierenrinde (Conn-Syndrom) oder des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) oder einer angeborenen Einengung der Brustschlagader (Aortenisthmusstenose).
Sekundärprävention Verhinderung des Fortschreitens oder der Wiederholung einer Erkrankung.
Sekret Aus Zellen abgesonderter Stoff.
Sepsis = Blutvergiftung. Eine Blutvergiftung entsteht, wenn für den Körper giftige Bakterien z. B. in eine Wunde eindringen und der Körper diese Bakterien nicht selbst abwehren kann. Dies kann bei geschwächtem Immunsystem der Fall sein.
Serös Zum Blutserum gehörend.
Silberhaltige Wundauflagen Bei kritisch kolonisierten und manifest infizierten Wunden sind silberhaltige Wundauflagen (z.B. Atrauman Ag) eine wirkungsvolle lokale Therapieoption, die die Effektivität einer begleitenden Antibiotikabehandlung verbessern kann. Werden Silberauflagen auf die Wunde appliziert, geben sie im wässrigen Milieu Silberionen ab, die gegen ein breites Spektrum pathogener Bakterien wirken.
Skabies Krätze, die durch Milben verursacht wird.
Sonographie Bildgebendes Verfahren (Ultraschall), mit dem der Arzt die Organe und Gewebe des Patienten untersuchen kann.
Spasmolytika Wirkstoffe, die u.a. zur Behandlung von Harninkontinenz eingesetzt werden. Sie setzen die Bereitschaft der Blasenmuskulatur herab, sich zusammenzuziehen.
Spasmus Muskelverkrampfung oder erhöhter Spannungszustand der Muskulatur. Bei Verkrampfung der Gefäßmuskulatur durch Reizung des Sympathikus oder gefäßverengenden Hormonen kommt es zu einer Engstellung der Gefäße mit nachfolgender Minderdurchblutung des von dem Gefäß verengten Gebietes.
Sphinkter Schließmuskel.
Sportherz Erweiterung der Herzens bei trainierten Ausdauersportlern.
Spurenelemente Sind lebenswichtige chemische Elemente, die der Körper nicht selbst produzieren kann. Sie müssen in geringen Mengen über die Nahrung aufgenommen werden. Ein wichtiges Spurenelement ist Eisen.
Sputum Auswurf von Sekret aus den Bronchien.
Stabile Seitenlage Erste-Hilfe-Maßnahme. Die stabile Seitenlage wird bei Bewusstlosigkeit eines Patienten angewendet, sofern kein Atemstillstand vorliegt. Sie sollte in einem Erste-Hilfe-Lehrgang erlernt werden.
Stabilisator Zusatzstoff in chemischen Verbindungen, z. B. in Lebensmitteln, um deren Haltbarkeit zu erhöhen.
Stammfettsucht Fettverteilungsstörung mit Fettansammlung an Rumpf und schlanken Gliedmaßen; wird beim Cushing-Syndrom beobachtet.
Standardmessgerät entspricht dem Oberarmmessgerät mit Gummimanschette und Stethoskop, mit dem auch der Arzt den Blutdruck in der Praxis misst. Mit einem Gummibalg wird per Hand soviel Luft in die Oberarmmanschette gepumpt, dass der Druck in der Manschette höher ist als der erwartete systolische Blutdruck. Anschließend wird die Luft über eine Ventilschraube wieder langsam abgelassen. Über das Stethoskop wird der obere oder systolische Blutdruck durch das Auftauchen der Korotkoff-Geräusche bestimmt, der untere oder diastolische Blutdruck durch ihr Verschwinden
Stenose Umschriebene Einengung eines Gefäßes, meist durch Arteriosklerose. Eine Durchblutungsstörung tritt erst bei hochgradigen Stenosen auf, bei denen der Innendurchmesser um mehr als 70% des Ausgangswertes eingeengt ist.
Steroide Gemeinsamer Name für Hormone, besonders der Nebenniere, aber auch Vitamine, Gallensäuren u.ä.
Stichwunde Wird durch spitze Gegenstände wie Nadeln oder Messer hervorgerufen. Stichwunden sind tief, haben üblicherweise einen glatten Rand und bergen die Gefahr von Verletzungen innerer Organe. Unter Umständen können auch Fremdkörper in der Wunde zurückbleiben oder Keime eindringen. Alle größeren Stichwunden müssen ärztlich versorgt werden.
Stoffwechselorgane Körperorgane, die bestimmte Stoffwechselfunktionen erfüllen, z. B. Lunge oder Leber
Stoffwechselstörungen Unter Stoffwechselstörungen versteht man Störungen der Körperfunktionen, die für den Abbau und Aufbau sowie die Umwandlung von Stoffen wie z. B. Nahrungsmittel oder Sauerstoff verantwortlich sind. Beispiele sind Fettstoffwechselstörungen oder die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Stress Reaktion des Organismus auf heftige Reize, z.B. Kälte, Lärm, Konflikte, Operationen. Es kommt zur Erregung des Sympathikus und Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol aus der Nebennierenrinde und dem Nebennierenmark; hervorgerufen durch Stressfaktoren (Stressoren). Es gibt "guten" Stress (Eustress), der die Lebensaktivität beflügelt, und "schädlichen" Stress (Distress). Bei Distress sind die Stressreaktionen des Körpers übersteigert und können bei chronischer Einwirkung den Verlauf von Bluthochdruck und Arteriosklerose ungünstig beeinflussen.
Stressbewältigung Verfahren, um schädlichen Stress mit überschießender Stressreaktion zu vermeiden. Stressbewältigung kann man erlernen (Verfahren der Muskelentspannung oder des autogenen Trainings), Stress kann man auch abreagieren (körperliche Aktivität).
Stuhlinkontinenz Menschen, die an einer Stuhlinkontinenz leiden, sind nicht in der Lage, ihren Stuhl willkürlich oder reflektorisch zurückzuhalten. Die Betroffenen haben einen permanenten oder rezidivierenden unkontrollierten Stuhlgang für einen Zeitraum von mindestens einem Monat und sind älter als drei Jahre (Definition nach den so genannten Rom-Kriterien). Wie auch die Harninkontinenz ist Stuhlinkontinenz keine Erkrankung, sondern ein Symptom für verschiedene Erkrankungen, die durch unterschiedliche Pathomechanismen ausgelöst werden.
Stuhlinkontinenz
Formen und Ursachen

1. Primäre Stuhlinkontinenz (Neuralinkontinenz) Ursachen:

  • angeboren durch Spina bifida, lumbale Meningozele und Megakolon
  • Verletzung bei einem Bandscheibenvorfall oder Wirbelkörperfraktur
  • Schlaganfall, degenerative Erkrankungen, Multiple Sklerose, Metastasen/Tumor, periphere Neuropathie

2. Sensorische Stuhlinkontinenz:

Die Perzeption der Mukosa im Analkanal und Rektum ist aufgrund eines Verlustes oder einer Dysfunktion der Rezeptoren gestört, sodass der Betroffene keinen Stuhldrang verspürt. Ursachen:

  • neurologische Erkrankungen, wie zum Beispiel ein Schlaganfall
  • Anal- oder Rektumprolaps
  • Hämorrhoiden
  • von Geburt an fehlt die Afteröffnung
  • Nebenwirkungen nach gynäkologischen und anorektalen Operationen

3. Muskuläre bzw. motorische Stuhlinkontinenz:

Bei dieser Inkontinenzform ist der Schließmuskelapparat geschädigt. Ursachen:

  • vaginale Geburten mit Dammriss, Pfählungsverletzungen, Rektumprolaps, Tumor, Analfistel
  • Sphinkterschwäche im Alter: Je älter ein Mensch wird, desto mehr nehmen die Sphinkterdrücke, die Compliance und auch die Reservoirfunktion des Rektums ab.

4. Reservoirbedingte Stuhlinkontinenz:

Die Reservoirfunktion der Rektumampulle ist gestört. Ursachen:

  • häufig nach Operationen wie z.B. bei einer tiefen Rektumresektion, einem Kurzdarmsyndrom oder einer ileoanalen Anastomose.
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Chron

5. Psychische Stuhlinkontinenz: Ursachen:

  • Kriegstrauma, Psychose, Angst Außerdem können viele Medikamente (wie z.B. Cisaprid, Anticholinergika, Spasmolytika, Nitrate, Kalziumantagonisten, Laxanzien etc.) Stuhlinkontinenz verursachen. 
    Überlaufinkontinenz liegt vor, wenn der Betroffene an einer chronischen Obstipation leidet.
Stuhlinkontinenz
Kontinenzapparat

Ein komplexes Zusammenspiel zwischen der Kolonfunktion, der rektalen Sensibilität und dem Analsphinkter gewährleistet die anale Kontinenz eines Menschen. Im Einzelnen spielen folgende anatomische Strukturen des Kontinenzapparates eine wichtige Rolle:

  • der Sphincter ani internus (innerer Schließmuskel)
  • der Sphincter ani externus (äußerer Schließmuskel)
  • die Rezeptoren im Analkanal und Rektum (sie differenzieren die verschiedenen Konsistenzen des Stuhls und der Luft und die ampulläre Erweiterung des Rektums)
  • die Reservoirfunktion des Rektums (der Stuhl wird im Endteil des Rektum gesammelt, bis die Dehnungsrezeptoren in der Mukosa den Stuhlgang einleiten)
  • das Corpus cavernosum recti (Gefäßpolster, das den Schließmuskel luft- und feuchtigkeitsdicht abschließt)
  • der Beckenboden mit seinen Muskeln und Faszien. Tritt an einer oder mehrerer dieser Strukturen des Kontinenzapparates ein Defekt auf, kann sich eine Stuhlinkontinenz entwickeln.
Stuhlinkontinenz
Schweregrade
Je nach Ausprägung der Beschwerden werden drei Schweregrade der Stuhlinkontinenz unterschieden: Grad I (leichte Inkontinenz): Der Betroffene kann flüssig-breiigen Stuhl nicht halten Grad II (mittlere Inkontinenz): Der Betroffene ist inkontinent für Winde und dünnen Stuhl Grad III (schwere Inkontinenz): Der Betroffene verliert vollständig die Kontrolle über seinen Kontinenzapparat und kann auch festen Stuhl nicht halten.
Sulfat Salz oder Ester der Schwefelsäure.
Symphatisches Nervensystem ein Teil des vegetativen Nervensystems, das Funktionen wie Atmung, Verdauung, Stoffwechsel etc. reguliert und vom Menschen nicht willentlich beeinflusst werden kann. Das sympathische System ist u. a. für die Erhöhung der Herzfrequenz und die Verengung der Blutgefäße verantwortlich.
Sympathomimetika Wirkstoffe, die u.a. bei der Behandlung von Harninkontinenz eingesetzt werden und dafür sorgen, dass sich die Blasenmuskulatur zusammenzieht und die Verschlusskraft gesteigert wird. Symptomatische Therapie Behandlung, die nur die Symptome der Erkrankung lindert, aber nicht an der eigentlichen Ursache angreift. 
Symptom Krankheitszeichen.
Systole Pumpvorgang des Herzens, bei der sich die linke Herzkammer zusammenzieht (kontrahiert) und das Blut aus der Herzkammer in die Brustschlagader ausgeworfen wird.
Systolische Hypertonie Bluthochdruck, der mit einer Erhöhung des systolischen Blutdrucks über 160 mmHg einhergeht, bei der aber der diastolische Wert nicht erhöht ist und bei oder unter 90 mmHg liegt; kommt besonders beim älteren Menschen durch Verlust der Elastizität (Dehnbarkeit) der Brustschlagader vor.
Systolischer Blutdruck Blutdruck, der beim Entleeren der linken Herzkammer gemessen wird. Er wird beim ersten Auftreten von Gefäßgeräuschen während des Ablassens des Manschettendrucks bestimmt.
Szintigraphie Bildliche Darstellung von Körperteilen oder Organen mit schwach radioaktiv markierten Medikamenten.
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T

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Tablettenabusus Missbräuchliche Anwendung von Medikamenten.
Tachykardie Schneller Herzschlag (über 90/Min.).
Tai Chi aus China überlieferte Körperübungen, die aus einer Folge von Körperhaltungen bestehen, die sehr langsam und konzentriert ausgeführt werden. Die Übungen sollen zu neuer Spannkraft, Harmonie und innerer Gelassenheit führen. Die Technik erlernt man am besten in speziellen Kursen.
Talgdrüsen Talgdrüsen produzieren Talg, der vor allem das Haar und die oberste Schicht der Haut geschmeidig hält und den Körper vor Krankheitskeimen schützen soll. Talgdrüsen kommen überall am Körper vor.
TenderWet Wundauflagen zur Nasstherapie (z.B. TenderWet) sind kissenförmige Wundauflagen, die als Bestandteil ihres Saugkörpers superabsorbierendes Polyacrylat enthalten. Dieser wirkstofffreie und chemisch inerte Superabsorber ist mit Ringerlösung aktiviert, die kontinuierlich an die Wunde abgegeben wird (Spülwirkung), während gleichzeitig Wundsekret aufgesaugt und gebunden wird. Geeignet sind Saug-Spül-Kompressen in der Reinigungs- und Granulationsphase bei tiefen oder zerklüfteten fibrinös-eitrigen Wunden, die mäßig bis stark exsudieren.
Tetanus = (Wund)Starrkrampf. Entsteht durch eine Wundinfektion. Wird durch das Bakterium Clostridium tetani hervorgerufen. Dieses Bakterium setzt in Wunden große Mengen an Gift frei, das den Körper lähmt und letztlich zum Tod des Betroffenen führen kann.
Therapie Behandlung einer Krankheit.
Therapierefraktär Mit der üblichen Standardbehandlung nicht zu beherrschendes Krankheitsbild, z.B. therapierefraktäre Hypertonie.
Thorax Brustkorb.
Thrombose Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel.
Thrombozyten Blutplättchen, die eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen, indem sie verletzte Blutgefäße abdichten.
Thrombus Blutgerinnsel.
Thyroxin Schilddrüsenhormon.
TIA Transitorische Ischämische Attacke; nur kurze Zeit anhaltende Symptome eines Schlaganfalls.
Tollwut Die Tollwut wird durch mit dem Lyssa-Virus infizierten Speichel übertragen. Sie tritt vor allem bei Fleisch fressenden Tieren auf (z. B. Wolf, Hund, Fuchs). Die Krankheit ist auf den Menschen übertragbar und kann ohne Impfung tödlich sein.
Toxisch Giftig.
Tranquilizer Beruhigungsmittel.
Transurethral Durch die Harnröhre.
Triglyzeride Neutralfette, bestehend aus Glyzerin und 3 Fettsäuren; Normalwert 70-200 mg/dl, Zielwerte unter 200 mg/dl.
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U

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Übergewicht Von Übergewicht spricht man, wenn das Körpergewicht mehr als 10% über dem Normalgewicht liegt. Übergewicht und Fettsucht führen zur Verminderung der Lebenserwartung durch Folgekrankheiten (Bluthochdruck, Diabetes, Gicht).
Überlaufinkontinenz Von einer Überlaufinkontinenz sind vor allem ältere Männer betroffen. Die Blase ist ständig überfüllt, doch der Abfluss des Urins ist behindert, sodass sich die Blasenwandmuskulatur mehr und mehr überdehnt. Ohne Dranggefühl gehen unkontrolliert kleine Mengen Urin ab. Auslösende Ursache dieser obstruktiven Überlaufinkontinenz ist in den meisten Fällen eine Abflussbehinderung, etwa eine Einengung der Harnröhre bei einer gut- oder bösartigen Vergrößerung der Prostata oder Blasensteine. Neben der obstruktiven Überlaufinkontinenz gibt es die Form der funktionellen Überlaufinkontinenz, die auch Frauen betreffen kann. Dabei kommt es durch eine Schwäche des Blasenmuskels (Detrusor-Insuffizienz) mit mangelnder Kontraktionsfähigkeit (Detrusor-Akontraktibilität) zur passiven Überdehnung der Blase mit gelegentlichem oder ständig tröpfelndem Urinabgang. Diese Situation kann beispielsweise entstehen als Folge von Medikamenteneinnahme (z. B. ACE-Hemmer, Beta-Blocker, Antidepressiva, Sedativa o. ä.), Stoffwechselstörungen (Diabetes mellitus), Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Parkinson-Syndrom) oder auch psychogener Ursachen.
Ulcus Geschwür, z.B. Magengeschwür.
Ulcus cruris arteriosum Ursache für das arterielle Ulcus (Ulcus cruris arteriosum) ist ein Verschluss der Beinarterien – häufig im Oberschenkelbereich –, wodurch es zu schweren Durchblutungsstörungen der Beine kommen kann. Daraus kann sich ein Ulkus entwickeln, bevorzugt an Stellen, an denen beim Gehen oder Stehen erhöhte Druckkräfte einwirken (z. B. auf Zehen, Ferse, Fußballen oder die vordere Schienbeinkante). -> periphere arterielle Verschlusskrankheit.
Ulcus cruris venosum Das am häufigsten vorkommende Beingeschwür ist das venöse Ulkus (Ulcus cruris venosum). Es ist die Folge einer schweren Stoffwechselstörung in der Haut, ausgelöst durch verschiedene Venenleiden wie z. B. Krampfadern oder durch Thrombosen geschädigte Venen. -> Chronisch venösen Insuffizienz
Unterkühlung Eine Unterkühlung tritt als Folge anhaltender Kälteeinwirkung ein. Der Organismus „wehrt“ sich zunächst gegen die Abnahme der Körpertemperatur mit Zittern und einer gesteigerten Aktivität des Stoffwechsels. Dadurch wird ein Erschöpfungszustand des Körpers hervorgerufen. In diesem erstarren die Muskeln allmählich, der Puls verlangsamt sich. Ab einer Körpertemperatur von 30 ° Celsius tritt Bewusstlosigkeit ein.
Urämie Vergiftung des Körpers durch Versagen der Nieren.
Urethra Harnröhre.
Urographie Röntgenaufnahme der Nieren und ableitenden Harnwege mit Röntgenkontrastmitteln.
Urtikaria Die Urtikaria oder Nesselsucht ist eine allergische Überempfindlichkeit der Haut, die sich als Sofortreaktion in Form eines Hautausschlags mit den typischen Quaddeln (Urtika) manifestiert. Auslösende Reize können wiederum eine Vielzahl allergener Substanzen sein, z. B. Fremdeiweiße und diverse Nahrungsbestandteile, aber auch physikalische Reize wie Kälte, Wärme und Druck und endogene Faktoren wie Infekte oder Eiterherde im Körper.
UV-Strahlung Ultraviolette Strahlen sind elektromagnetische Wellen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. UV-Strahlung kann wie das Licht anderer Wellenlängen oder der Infrarot-Strahlung gebrochen, reflektiert, transmittiert, absorbiert und gebeugt werden. UV-Strahlung kann für den Menschen gefährlich werden. Sonnenlicht enthält sehr viel UV-Strahlung. Sonnenschutz ist deshalb unerlässlich.
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V

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Vasodilatatoren Medikamente, die durch Weitstellung der Blutgefäße den Blutdruck senken.
Varizen Krampfadern. Erweiterung oberflächlicher oder tiefer liegender Venen, vorzugsweise an den Beinen.
Vasokonstriktion Engstellung der Blutgefäße, durch Reizung des Sympathikus oder Anstieg gefäßverengender Hormone (Noradrenalin, Angiotensin) bedingt, führt zum Anstieg des Blutdrucks.
Vegetatives Nervensystem Nervensystem von Wirbeltieren. Kontrolliert lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Blutdruck, Verdauung, Stoffwechsel und Aufgaben von Organen.
Venen Gefäße, die das Blut zum Herzen zurückführen; enthalten im Körperkreislauf sauerstoffarmes, dunkles Blut.
Ventrikel Herzkammer
Verätzung

Laugenverätzung:
durch Laugen hervorgerufen. Symptome sind: verflüssigtes abgestorbenes Gewebe, Ätzschorf, vermehrte Blutfülle (Hyperämie), Ödeme, bräunliche Verfärbungen der Haut.

Säurenverätzung:
durch Säure hervorgerufen. Symptome sind: gerinnendes abgestorbenes Gewebe mit Hyperämie, Ätzschorf. Säureverätzungen im Mund-Rachen-Bereich sind lebensgefährlich! Es können Krämpfe, Herzrhythmusstörungen oder sogar Herzstillstand eintreten.

Verbrennung Eine Verbrennung wird durch Einwirken von Hitze hervorgerufen. Das Gewebe wird dadurch in verschieden starken Graden beschädigt, je nach Art und Dauer der Hitzeeinwirkung. Leichte Verbrennungen (1. Grades) können im Rahmen der Ersten Hilfe behandelt werden, stärkere Verbrennungen müssen ärztlich – unter Umständen sogar in Spezialkliniken – versorgt werden. Die Heilung starker Verbrennungen ist sehr langwierig und durch viele Komplikationen gekennzeichnet.
Verbrühung siehe Verbrennung.
Vergleichsmessung Mit der Vergleichsmessung wird überprüft, ob die Messwerte von Messgeräten für den Oberarm und z.B. für das Handgelenk übereinstimmen. In der Regel liefern Oberarm-Messgeräte die zuverlässigeren Werte. Daher sollte auf ein Handgelenkgerät verzichtet werden, wenn der Unterschied zum Oberarm-Messgerät größer als 10 mmHg ist. Besonders wichtig ist die Vergleichsmessung bei älteren Menschen oder Menschen, die an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden. Bei ihnen treten häufig Veränderungen oder Verengungen an den im Vergleich zum Oberarm viel kleineren Blutgefäßen im Handbereich auf. Bei der Messung mit einem Handgelenkgerät muss unbedingt darauf geachtet werden, dass sich das Messgerät genau in Herzhöhe befindet.
Verrenkung siehe Luxation.
Verstauchung siehe Distortion.
Vitamine Organische Verbindungen, die der Körper für die Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen benötigt. Sie können vom Stoffwechsel größtenteils nicht synthetisiert werden und müssen daher mit der Nahrung aufgenommen werden. 
Vorhofflimmern Herzrhythmusstörung, bei der beide Vorhöfe Schläge über 300/Min. aufweisen, die aber nur teilweise auf die Herzkammern übergeleitet werden; geht mit einer unregelmäßigen Herztätigkeit einher, die als unregelmäßiger Puls zu fühlen ist. Ursache: Herzklappenfehler; siehe auch: koronare Herzkrankheit.
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W

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Wachstumsfaktoren Wachstumsfaktoren sind Polypeptide, die die an der Wundheilung beteiligten Zellen auf vielfältige Weise beeinflussen: Sie locken Zellen an und fördern ihre -> Migration in das Wundgebiet, stimulieren die Proliferation, können aber auch eine Transformation (= Umwandlung) der Zellen bewirken.
Weltgesundheitsorganisation WHO = World Health Organization. Organisation der Vereinten Nationen, die auf dem Gebiet des Gesundheitswesens die internationale Zusammenarbeit der Staaten zum Ziel hat. Der Sitz der WHO ist in Genf. Weltweit versucht die Weltgesundheitsorganisation Infektionskrankheiten oder Suchtkrankheiten zu bekämpfen. Gemeinsam mit der UNESCO wird für eine Verbesserung der Trinkwasser- und Nahrungsmittelversorgung gesorgt.
Wunden bei älteren Menschen Bei älteren Menschen laufen die Prozesse der Wundheilung aufgrund der allgemein reduzierten Zellaktivitäten und der natürlichen ->Hautalterung zeitlich verzögert ab. Eigentliche Wundheilungsstörungen ergeben sich aber meist erst durch die Auswirkungen altersbedingter -> Multimorbidität wie z.B. -> Diabetes mellitus, -> chronisch venöse Insuffizienz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schlechten Immunstatus, Mangelernährung etc. Daher treten zwangsläufig im Alter auch Ulzerationen als Folge von Stoffwechselerkrankungen, Gefäßleiden und Tumoren auf, die oft eine entsprechend schlechte Heilungstendenz haben. Der Arzt oder die Pflegekraft sollte sich daher bewusst sein, dass die Behandlung eines solchen Patienten mit höherem Alter und schlechtem Allgemeinzustand oft über Monate oder sogar Jahre dauern kann. Um einige der Störfaktoren von vornherein auszuschalten und um bessere Wundbehandlungsresultate zu erzielen, sind eine gründliche Anamnese und eine gute Krankenbeobachtung wichtig.
Wundheilung

Die Wundheilung ist als Defektverschluss mit Narbengewebe und Epithel definiert. Ihr Ablauf lässt sich in drei Phasen einteilen:

-> Exsudative Phase (Wundreinigung oder inflammatorische Phase): Damit eine Wunde heilen und neues Gewebe aufgebaut werden kann, muss das nicht-funktionsfähige Gewebe (z.B. Fremdkörper, nekrotisches und infiziertes Gewebe, schmierige Beläge) aus der Wunde entfernt werden.

-> Proliferative Phase (Granulation, Gewebeneubildung): Nachdem die Reinigungsphase abgeschlossen ist, beginnt die eigentliche Reparaturphase. Aus dem vitalen Nachbargewebe sprossen neue Gefäße in die Wunde. Auf dem Wundgrund bildet sich dunkelrotes, mit neuen Blutgefäßen versorgtes Granulationsgewebe.

-> Epithelisierungsphase (Reparative Phase, Fibrosierung und Narbenbildung): In der Epithelisierungsphase werden für den Aufbau des Narbengewebes vermehrt Kollagen und Proteoglykane gebildet. Die Wunde beginnt sich nach und nach zu kontrahieren, während vom Wundrand Epithelzellen zur Mitte hin wandern.

Die Phasen der Wundheilung lassen sich weder zeitlich noch räumlich voneinander trennen. So kann sich an einer Stelle der Wunde schon Granulationsgewebe bilden, während an einer anderen Stelle noch Reinigungsprozesse ablaufen und nekrotisches Material an der Wundoberfläche haftet.

Wundinfektion Man unterscheidet zwei Arten von Wundinfektionen: die primäre Wundinfektion, die meistens vom Körper abgewehrt werden kann, und die sekundäre Wundinfektion, die bedeutet, dass sich in einer Wunde Krankheitserreger niederlassen. Wenn dies geschieht, können schwerwiegende Komplikationen auftreten.  
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Xerodermie Trockene Haut.
Xerosis Austrocknung oberflächlichen Gewebes wie zum Beispiel der Haut.  
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Zellstripping Ein Zellstripping kann beim Verbandwechsel auftreten, wenn Zellen am Verband festgeklebt sind und beim Entfernen der Wundauflage vom Wundgrund abgerissen werden.
Zentralnervös Gehirn und Rückenmark betreffend.
Zentral wirkende Antihypertonika Medikamente, die durch eine Beeinflussung des zentralen Nervensystems den Blutdruck senken, z.B. Clonidin und a-Methyldopa; werden auch - nicht ganz korrekt - als zentrale Sympathikushemmer bezeichnet.
Zielblutdruck Nach neueren Studien (HOT-Studie) ist der größte Nutzen einer Blutdruckbehandlung dann zu erreichen, wenn sich Werte zwischen 130 und 140 mmHg systolisch und 80 bis 85 mmHg diastolisch erzielen lassen.
Zirkadianer Rhythmus Tageszeitliche Schwankungen von Blutdruck, Herzfrequenz, Körpertemperatur, Blutzucker und anderen biologischen Größen; durch den Tag- und Nachtrhythmus bedingt.
Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) Zuckerkrankheit infolge von Insulinmangel (Typ-I-Diabetes bei Kindern) oder herabgesetzter Insulinempfindlichkeit (Typ-II-Diabetes, meist bei Erwachsenen). Sehr häufig liegt beim Typ-II-Diabetes ein Übergewicht vor. Eine Erhöhung des Blutdrucks haben fast 75% der Diabetiker. Die langjährige Zuckerkrankheit führt zur verstärkten Arteriosklerose und ist damit ein Risikofaktor für Erkrankungen der Gefäße des Herzens, des Gehirns und der Gliedmaßen.
Zystennieren Angeborenes doppelseitiges Nierenleiden mit Zystenbildung, das zu Hochdruck und Nierenversagen führt; zu unterscheiden von einfachen Nierenzysten, die meist einen harmlosen Nebenbefund darstellen.
Zystitis Blasenentzündung.
Zystoskopie Untersuchungsmethode der Harnblase mittels einer durch die Harnröhre eingeführten Optik mit
Lichtquelle.
Zytostatika Medikamente, die das Zellwachstum verhindern oder verzögern. Zytostatika werden häufig in der Tumortherapie eingesetzt.
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